Noch mehr als Baerbock: Söder gibt 180.000 Euro für Fotografen aus
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Markus Söder setzt sich selbst gern in Szene – und lässt den Steuerzahler dafür aufkommen. 178.618,13 Euro hat die bayerischen Landesregierung allein im vergangenen Jahr für Fotografenhonorare des Ministerpräsidenten und Repräsentanten der Staatskanzlei bezahlt – obwohl sich Söder zudem einen festen Fotografen leistet.
Damit liegt der bayerische Ministerpräsident in der steuerfinanzierten Eitelkeits-Pflege sogar vor der grünen Außenministerin Annalena Baerbock (137.000 Euro) und der bisherigen Spitzenreiterin, ihrer Parteikollegin Umweltministerin Steffi Lemke (150.000 Euro).
Das geht aus einer Antwort der Staatskanzlei auf eine Anfrage der SPD im Bayerischen Landtag hervor.
Damit sind die Kosten für 2022 im Vergleich mit 2017, dem letzten Amtsjahr von Horst Seehofer, mehr als 16mal so hoch. Damals zahlte die Staatskanzlei 10.891,47 Euro. Schon im ersten Amtsjahr von Söder betrugen die Kosten 71.963,67 Euro. 2019 stiegen sie auf 101.910,14 Euro. In den Corona-Jahren 2020 (35.934,83 Euro) und 2021 (48.076,09 Euro) gingen die Ausgaben deutlich zurück – auch, weil Söder weniger öffentlichkeitswirksame Termine wahrnahm.

Markus Söder liebt offenbar Hunde.
Auch andere Politiker zahlen für Fotografen oder Visagisten
In diesem Jahr gab die Staatskanzlei bis zum Stichtag 8. Mai rund 76.000 Euro aus. Das entspricht Kosten von über 15.000 Euro pro Monat. Gleichzeitig finanziert die Staatskanzlei seit Jahren einen festangestellten Fotografen. Sein Gehalt wird als „vergleichbar der 3. Qualifikationsebene“ bezeichnet. Das entspricht einem Monatsgehalt zwischen 3.000 Euro und 5.600 pro Monat.

Söder ist auch als Baum-Kuschler bekannt.
Die bayerische Landesregierung begründete die Kostensteigerung 2022 auch mit der Ernennung von Melanie Huml (CSU) zur Europaministerin: „Diese hatte eine Vielzahl neuer Termine, insbesondere zahlreiche Veranstaltungen und Gespräche sowie internationale Begegnungen und öffentliche Termine wahrzunehmen.“
In der Vergangenheit fielen immer wieder Politiker durch hohe Hosten für Fotografen oder Visagistin auf. So plant die grüne Umweltministerin Steffi Lemke die Einstellung eines Fotografen für 150.000 Euro. Außenministerin Annalena Baerbock zahlte knapp 137.000 Euro für eine Visagistin. Im ersten vollen Regierungsjahr gab die Ampel laut dem Bund der Steuerzahler knapp 1,5 Millionen Euro für Fotografen, Friseure und Visagisten aus.
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