461.000! So viele Nicht-EU-Migranten sind 2023 zu uns gekommen … und da sind die Ukraine-Flüchtlinge nicht mit eingerechnet!
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Wie viele Migranten aus Drittstaaten sind im letzten Jahr nach Deutschland gekommen? Die offiziellen Asyl-Zahlen des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) geben die ganze Einwanderung nicht wieder, so viel ist klar. In diesem Jahr kamen rund 461.000 Migranten aus Nicht-EU-Ländern ins Land.
Im vergangenen Jahr stellten 329.120 Personen einen Erstantrag auf Asyl in Deutschland. Dies ist die höchste Zahl seit 2016, als das BAMF über 745.545 Asylanträge zu entscheiden hatte. Im Vorjahr waren es 217.774 Erstanträge auf Asyl. Damit stieg die Zahl um 51,1 Prozent im Vergleich zum Jahr 2022.
Über den Familiennachzug kamen weitere 131.000 Personen ins Land
Zu den Asylanträgen addieren sich die Zahlen des Familiennachzugs. Im vergangenen Jahr vergab das Auswärtige Amt rund 131.000 Visa zum Zwecke des Nachzugs von Familienangehörigen, wie die Behörde auf Anfrage von NIUS mitteilte. Darunter fällt der Familiennachzug zu Deutschen wie auch zu in Deutschland lebenden Ausländern. Damit wird 2023 ein neuer Rekordwert erreicht: Im Vorjahr lag die Zahl bei knapp 117.000 Personen.

Der Familiennachzug hat 2023 einen neuen Rekordwert erreicht.
Doch damit nicht genug: Über das Bundesaufnahmeprogramm Afghanistan können Personen einen Aufenthaltstitel in Deutschland beantragen, die „wegen ihres Einsatzes für Demokratie und Menschenrechte, ihre Zusammenarbeit mit den westlichen Staaten oder internationalen Organisationen oder aufgrund ihres Geschlechts oder ihrer sexuellen Orientierung bedroht und verfolgt“ sind. „Im Jahr 2023 wurden 938 Aufnahmezusagen auf Grundlage von § 23 Absatz 2 Aufenthaltsgesetz erteilt“, teilt das BAMF auf Nachfrage von NIUS mit.
Bereits im Juli hatte der innenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Fraktion, Alexander Throm, die Zahl 400.000 ins Spiel gebracht: „Wir müssen mit bis zu 400.000 Menschen bis Ende des Jahres rechnen, denn üblicherweise sind die Zugänge im Sommer und Herbst am höchsten. Und es dauert, bis die Migranten von Südeuropa zu uns weitergereist sind“, sagte er damals der Bild.
Nach zahlreichen Versprechungen der Bundesregierung, die Migration einzudämmen und vermehrt abzuschieben, ist nun klar: Die von Throm geschätzte, ohnehin hohe Zahl wurde sogar deutlich übertroffen.

Asylbewerber in einer Erstaufnahmeeinrichtung in Eisenhüttenstadt.
Ukraine-Flüchtlinge müssen keinen Asylantrag stellen
Am Ende steht Deutschland vor einer gigantischen Einwanderung: Durch die Asyleinwanderung (329.120), den Familiennachzug (131.000) und das Bundesaufnahmeprogramm Afghanistan (938) sind damit mindestens 461.058 Migranten aus Nicht-EU-Ländern allein in diesem Jahr nach Deutschland migriert. Der Großteil von ihnen stammt aus Ländern wie Syrien, der Türkei, Afghanistan und Irak. Asylgesuche stellten zu 70 Prozent Männer.
In die Zahl der 461.058 Migranten aus Nicht-EU-Ländern sind die ukrainischen Flüchtlinge nicht mit einberechnet.
Diese müssen in Deutschland keinen Asylantrag stellen. Die Aufenthaltserlaubnisse von Ukrainern, die vor dem Krieg in ihrem Heimatland geflohen sind, gelten bis zum 4. März 2025. Dies hat das Bundesministerium des Innern und für Heimat durch Rechtsverordnung festgelegt.
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