AfD schickt Höcke-Vertrauten in den Europa-Wahlkampf
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Die AfD zieht mit dem sächsischen Europaabgeordneten Maximilian Krah – und damit mit einem Vertrauen des thüringischen Landesvorsitzenden Björn Höcke – in den Europawahlkampf 2024. Der 46-Jährige wurde bei der Europawahlversammlung seiner Partei am Samstag in Magdeburg mit 65,7 Prozent Zustimmung auf den ersten Platz gewählt.
„Wir sind inzwischen die spannendste Rechtspartei in ganz Europa“, sagte Krah in seiner Bewerbungsrede.
Krah gilt als Vertrauter des Partei-Rechts-Außen Björn Höcke – deshalb ist seine Kandidatur in der Partei auch nicht unumstritten. Im EU-Parlament gab es wegen ihm mehrfach Ärger um den 46-Jährigen. Die rechtsnationale Fraktion Identität und Demokratie (ID) hatte ihn zuletzt zweimal suspendiert. Seinen parteiinternen Gegnern warf Krah am Samstag vor, sie hätten eine monatelange anonyme Schmutzkampagne gegen ihn geführt.

AfD-Thüringen-Chef Björn Höcke
Höcke: „Dieses EU muss sterben, damit das wahre Europa leben kann.“
Wohin der EU-Kurs der AfD gehen soll, machte Höcke am Phoenix-Mikrofon deutlich: „Ich bin kein Freund der europäischen Union. Das ist eine Globalisierungs-Instanz und -Agentur, die vor allem den deutschen Netto-Zahlern das Geld aus der Tasche zieht, ohne einen großen Nutzen davon zu haben, die die vielfältige europäische Kultur gleichschaltet. Es gibt viele gute Grund, jenseits der Kosten, die EU abzulehnen. Sie bringt Europa nicht weiter.“
Dann legte der Thüringen-Chef nach und kündige selbst an, nun eine populisitische Aussage zu tätigen: „Wir sind inzwischen die spannendste Rechtspartei in ganz Europa – davon bin ich überzeugt.“
Die Mehrheit der Ökonomen sieht das anders und rechnet der Zusammenarbeit der EU-Staaten zahlreiche wirtschaftliche Vorteile zu. Deutschlands für den Wohlstand so wichtigen Exporte gehen zu mehr als der Hälfte (54 Prozent) in andere EU-Staaten.
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