Aiwanger: „Hätte Habeck seine Heizungspläne am Stammtisch diskutiert, hätte er sein Heizgesetz wieder kassiert“
AfD-Watschn von Hubsi! Der Chef der Freien Wähler, Hubert Aiwanger, hat sich gegen eine Zusammenarbeit mit der AfD ausgesprochen. „Die Freien Wähler stimmen keinem Antrag zu, der von der AfD kommt, sondern machen selbst einen besseren“, sagte der 52-Jährige im Interview mit der BILD.
Heißt konkret: Aiwanger würde keinem Antrag der AfD zustimmen, sondern selbst einen einbringen. Gleichzeitig hob auch hervor, dass Grüne und AfD sich gegenseitig bestärkten. „Die beiden Parteien stärken sich doch gegenseitig. Wenn die Grünen nicht so ideologisch unterwegs wären, wäre die AfD nur halb so stark. Die AfD bekämpft man am besten, indem man die Grünen bremst. Umgekehrt genauso: Je stärker die AfD ist, desto sicherer regieren die Grünen mit, weil dann anders keine Mehrheiten mehr zustande kommen. Wer AfD wählt, kann auch direkt die Grünen wählen.“
Und weiter: „Schon die ständige Diskussion darüber ist der erste Fehler, weil man die Partei damit nur ins Spiel bringt. Keine Partei sagt mehr, was sie selbst vorhat, weil man ständig über den Umgang mit der AfD redet. Man muss der Partei das Futter entziehen, und das sind die ungelösten Probleme bei der Migration. Wenn man die nicht in den Griff bekommt, muss man damit leben, dass 25 bis 30 Prozent ihren Protest gegen die Zuwanderung dokumentieren, indem sie AfD wählen.“
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Dass Katharina Schulze von den Grünen ausgepfiffen wurde, zeige, wie schlecht es um ihren Rückhalt in der Bevölkerung stehe, so Aiwanger.
Stammtische und Festzelte spiegeln die Stimmung in der Bevölkerung sehr gut wider.
Außerdem großes Thema: Bierzelte. Dort begegne er einer „durchweg offenen und positiven“ Stimmung. Die Leute seien froh, „dass endlich mal jemand ihre Sprache spricht“. Thematisch geht es „viel um die zunehmende links-grüne Bevormundung bis ins Alltagsleben hinein, um diesen ideologischen Kampf gegen Brennholz, Autofahrer und Fleischesser.“ Der Auftritt von Cem Özdemir und Als Katharina Schulze von den Grünen in der vergangenen Woche im Bierzelt, zeige „wie schlecht die Stimmung in der Bevölkerung gegen die Ampel und die Grünen gerade ist. Würde ich so ausgepfiffen, bekäme ich viel Häme von den Grünen ab und mir würde vorgehalten, ich hätte keinen Rückhalt in der Bevölkerung.“
Und er plädiert für mehr Bürgernähe: „Stammtische und Festzelte spiegeln die Stimmung in der Bevölkerung sehr gut wider. Da sitzen der Familienvater, die Unternehmerin und der Handwerksmeister zusammen und erzählen dir, was an der Basis los ist. Hätte Robert Habeck seine Heizungspläne am Stammtisch diskutiert, hätte er sein Heizgesetz rechtzeitig wieder kassiert, sich die Blamage und Deutschland viel Ärger erspart.“
Im Oktober wird in Bayern ein neues Landtag gewählt. Die Freien Wähler sind dort so beliebt wie in keinem anderen Bundesland. Aktuell kommen sie in Umfragen auf etwa 12 Prozent der Stimmen.

Aktuelle Umfrageergebnisse in Bayern.
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