Aiwangers Bauern-Klartext: „Migration kostet uns genau die Milliarden, die wir jetzt brauchen“
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Bayerns Wirtschaftsminister und Vize-Ministerpräsident Hubert Aiwanger (Freie Wähler) hat der Bundesregierung vorgeworfen, gezielt gegen Bauern und Forstwirte vorzugehen. Offenbar sei „politisch gewollt“, dass immer mehr Bauernhöfe von der Landkarte verschwinden, beklagte Aiwanger im Gespräch mit „Schuler! Fragen, was ist“.
„Ich werfe der Ampel sogar vor, dass sie die Bauernschicht absichtlich reduzieren wollen, weil die Bauern nicht Rot-Grün wählen. Die unterstützen lieber die Bürgergeldempfänger in der Hoffnung, von denen gewählt zu werden. Und die Bauern will man offenbar nicht mehr und meint, künftig käme dann die ganze Nahrung aus der Ukraine oder woher auch immer. Das ist ein fataler Fehler. Wir müssen die Bauern unterstützen und nicht bekämpfen.“
NIUS traf Aiwanger am Rande der großen Bauern-Demo in Berlin zum Gespräch. Tausende Landwirte demonstrierten gegen den Ampel-Plan, mit 900 Millionen Euro aus der Kasse der Landwirte das Haushaltsloch zu stopfen. Aiwanger sagte, man könne besser bei der „illegalen Migration“ sparen: „Die kostet uns genau die Milliarden, die wir jetzt brauchen. 16 bis 20 Milliarden fehlen jetzt im Haushalt. Das ist genau die Zahl, die wir für die Migranten der letzten paar Jahre ausgegeben haben.“
Das ganze Interview finden Sie hier:
Mit Vollgas in den Ruin
Die Folgen der Ampel-Politik reichten jedoch weit über die Landwirtschaft hinaus, sagte Aiwanger: „Es gibt einen Spruch, der heißt: Hat der Bauer Geld, hat es die ganze Welt. Und das heißt im Umkehrschluss: Wenn man die Bauern ruiniert, ruiniert man das Land. Das tut diese Ampel derzeit mit Vollgas und Ansage. Insofern müssen wir die Ampel stoppen, bevor sie noch größeren Schaden anrichten.“
Die Sparmaßnahmen träfen womöglich Öko-Betriebe noch härter, sagte Aiwanger: „Ein paar 1000 Euro pro Betrieb wird das kosten, je nach Betriebsgröße und je nachdem, wie man arbeitet. Die Öko-Betriebe trifft es teilweise noch härter als die konventionellen, weil der Öko-Betrieb mehrmals über den Acker gehen muss und nicht mit Chemie das Unkraut bekämpfen kann. Insofern trifft es vielleicht gerade die Klientel, für die die Grünen eigentlich vorgeben einzutreten. Das kann so nicht stehen bleiben.“

Freie-Wähler-Chef Hubert Aiwanger im Gespräch mit NIUS-Politik-Chef Ralf Schuler
Özdemir alles andere als glaubwürdig
Aiwanger warf Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir (Grüne) mangelnde Glaubwürdigkeit vor. „Es war überhaupt nicht glaubwürdig, was er erzählt hat. Das haben die Landwirte auch so gesehen und gemerkt. Wenn er jetzt so tut, als wüsste er von nichts, respektive er wollte das ja nicht, diese Kürzung. Es wird ja behauptet, dass aus seinem Haus diese Vorschläge gekommen sind. Also wenn er das nicht merkt, was aus seinem Haus für Vorschläge kommen, dann ist er fehl am Platz, und wenn er uns hier anlügt, ist er genauso fehl am Platz. Also so kann es nicht gehen. Diese Kürzung muss gestoppt werden und Özdemir hat die Landwirte versucht einzuwickeln. Aber die Bauern sind schlauer als manche glauben.“
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