Aktivisten hatten Merz mit Goebbels verglichen: NIUS-Fakten wirken! Innenministerium streicht „Radikalen Töchtern“ die Steuergelder!
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Wie die Tagesschau berichtet, hat das Innenministerium von Minister Alexander Dobrindt (CSU) die Förderung der „Radikalen Töchter“ gestoppt. Zuvor hatte NIUS im Oktober 2025 ausführlich über die Entgleisungen der Organisation berichtet. Die Tagesschau sieht einen Zusammenhang zwischen unserer Berichterstattung und dem Förderungsstopp.
Über Workshops wollten sie „Ansätze der Aktionskunst und des künstlerischen Aktivismus“ vermitteln. Teilnehmer sollten „empowert“ werden, um die „eigene politische Wut als emotionale Kompetenz in Mut und Visionen umzuwandeln“. Ein Workshop trägt den Namen „Mut-Muskel-Training: Kunst für Demokratie“. Für solche und ähnliche Projekte erhielt die Organisation „Radikale Töchter“ jahrelang Fördermittel aus der Bundeszentrale für politische Bildung, die aus dem Innenministerium finanziert wird.
Auf ihren sozialen Kanälen fielen die Aktivisten mit umfassender Kritik an den „Stadtbild“-Äußerungen von Friedrich Merz auf. „Wir Töchter lassen uns nicht für rassistische Hetze instrumentalisieren“, heißt es auf einer Kachel. An anderer Stelle schreibt die Gruppe: „Für uns Töchter ist es ein Problem, dass unser Bundeskanzler Nazi-Rhetorik verwendet, die an Goebbels erinnert.“

Quelle: Instagram-Kanal radikaletoechter
Für die Jahre 2025 und 2026 hatte die Organisation im November 2024 erneut Fördergelder von der bpb beantragt – allerdings wurden diese nicht bewilligt. In einem Bericht der ARD-Sendung „Report Mainz“ heißt es, das Innenministerium habe am 5. Januar 2026 einen Erlass an die untergeordnete bpb geschickt, in dem zu lesen war: „Herr Staatssekretär Wüste hat entschieden, dass das Modellprojekt ‚Mut-Muskel-Training‘ (…) keine Bewilligung von Fördermitteln (…) erhalten soll.“ Begründung: keine. Sebastian Wüste gilt als enger Vertrauter von Minister Alexander Dobrindt (CSU). Mit den Vorgängen betraute Personen bezeichnen das als „einmaligen Vorgang“, vermuten „politische Hintergründe“.
Diesen Ausschnitt teilte man auf dem Instagram-Kanal der „Radikalen Töchter“:
Die Tagesschau sieht einen Zusammenhang des Förderungs-Stopps mit der Berichterstattung von NIUS. In dem Bericht, in dem zunächst die „Göbbels-Entgleisung“ der Aktivisten thematisiert wird, heißt es: „Kurz darauf berichtete die rechtspopulistische Plattform Nius über die Proteste, kritisierte, dass ‚Radikale Töchter‘ mit Steuergeld gefördert würden. Wenige Wochen später folgte der Erlass aus dem Bundesinnenministerium.“ Laut Tagesschau will die Organisation gerichtlich gegen den Finanzierungsstopp vorgehen.
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