Angriff auf die Super-Reichen: Hier wird Klimaschutz zum Klassenkampf
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Jetzt kleben sie sich schon an Flugzeugen fest – und nicht nur das: Mitglieder der Letzten Generation haben am Dienstag auf Sylt einen Privatjet fast vollständig mit oranger Farbe besprüht, um Aufmerksamkeit zu bekommen. Eine Hass-Botschaft an alle Millionäre und Milliardäre – deren Reichtum nach Meinung der Aktivisten auf Kosten der Armen und des Klimas geht.
Nach der Spray-Aktion wurde sich dann natürlich noch standesgemäß festgeklebt, vier Leute fixierten sich im Schneidersitz auf den Tragflächen, eine Person vor dem Flugzeug auf den Asphalt. Plakate wurden ausgerollt: "Euer Luxus = Unsere Dürre" und: "Euer Luxus = Unser Ernteausfälle". Laut Polizei waren fünf Personen im Alter von 21 bis 60 Jahren beteiligt, den Zaun des Flughafengeländes hatten sie zuvor mit Bolzenschneidern zerstört.
Klima-Kleber pappen sich an einem Privatjet auf Sylt fest. Schnuppe, könnte man meinen. Halten sie wenigstens nicht den Verkehr auf und stören – nun ja – nur den reichen Flugzeug-Besitzer. Der wird drüber wegkommen…
Doch so einfach ist es nicht.
Was hier zu sehen ist, ist mehr als Sachbeschädigung in Namen einer Klima-Ideologie. Hier schlägt Klimaschutz um in Klassenkampf. Anstatt die „die Gesellschaft“ aufzurütteln, Druck auf „die Politik“ zu machen, werden gezielt „Reiche“ ins Visier genommen. Oder wie es der „Solokomiker“ Moritz Neumeier unlängst in der ZDF-Satire-Sendung „Die Anstalt“ vorschlug: Vermögen oberhalb einer Viertelmillion enteignen. „Genau. Das wäre Enteignung. Und wenn die nicht wollen? Dann hängen wir die an Laternen auf…“
Ein munterer Scherz-Beitrag, der den blutigen Geist der Französischen Revolution beschwören sollte. Klima-Kleber, die im Dienste der vermeintlich höheren Sache heute Jets angreifen, morgen womöglich Villen, bis ihre Besitzer Zielscheibe werden, ist es nur eine Frage der Zeit.
Alles übertrieben? Alles aufgebauscht? Hoffentlich. Die Bilder der „Aktivisten“ auf Sylt atmen dreißig Jahre nach dem Ende des letzten sozialistischen Massenversuchs den unguten Odem von Umsturz und Selbstermächtigung. Man sehe es mir nach, dass ehedem zwangsweise eingetrichterte „Kommunistische Manifest“ von Karl Marx nicht aus dem Kopf geht mit seinem ersten Satz: „Ein Gespenst geht um in Europa, das Gespenst des Kommunismus‘.“ Ich sehe nun mal nicht so gern Gespenster herumspuken, der Zeit abgelaufen sein sollte. Auf Sylt und überall.
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Ralf Schuler
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