Anschlag auf Büro von Linken-Fraktionschefin: „Keine Solidarität mit Wagenknecht“
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- Unbekannte haben auf das Büro der Fraktionsvorsitzenden der Linkspartei einen Farbanschlag verübt.
- Kurz zuvor hatte sich Amira Mohamed Ali solidarisch mit Sarah Wagenknecht gezeigt.
- Es handelt sich mit großer Wahrscheinlichkeit um einen linksmotivierten Anschlag.
Unbekannte haben auf das Büro der Fraktionsvorsitzenden der Linkspartei im Deutschen Bundestag, Amira Mohamed Ali, einen Anschlag verübt. Wie die Politikerin auf Twitter schrieb, „gab es auf mein Büro einen Farbanschlag.“
Wie Fotos auf Twitter zeigen, beschmierten die Täter die Fassade der Räumlichkeiten. Auf der linken Seite des Büro prangt der Schriftzug: „Keine Solidarität mit Wagenknecht. FCK Terfs“, das Namensschild auf der rechten Seite wurde mit „161“ übermalt.
„Terf“ steht für „trans-exclusionary radical feminists“ und ist ein Schmähbegriff, mit dem auch die Autorin J.K. Rowling oder die Biologin Marie-Luise Vollbrecht belegt wurden. Damit sind Feministinnen gemeint, die in Transfrauen keine Frauen sehen. „161“ ist der szeneübliche Code für „Antifaschistische Aktion“.
Solidarität mit Wagenknecht
Amira Mohamed Ali hatte sich am vergangenen Wochenende kritisch gegenüber die Entscheidung der Linkspartei geäußert, künftig auf Sarah Wagenknecht zu verzichten. „Ich halte den heutigen Beschluss des Parteivorstandes von der Linken für einen großen Fehler und einer Partei unwürdig, die sich Solidarität und Pluralität auf die Fahnen schreibt“, schrieb Mohamed Ali.
Sarah Wagenknecht war langjährige Chefin der Linkspartei und galt als ihre beliebteste Politikerin. Wiederholt äußerte sie sich kritisch zum geplanten Selbstbestimmungsgesetz und Transaktivismus. Beobachter vermuten, dass Wagenknecht nach dem Ausscheiden bei der Linkspartei eine eigene Partei gründen könnte.
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