Attacke auf Milch und Joghurt: Özdemir plant irres Werbe-Verbot
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- In einem Gesetzentwurf plant Landwirtschaftsminister Cem Özdemir ein Werbeverbot für etliche Joghurt- und Käsesorten.
- Kinder sollen so vor ungesunder Ernährung geschützt werden.
- Bauernpräsident sauer: „So langsam reicht es mit der Ernährungsbevormundung!“
DAS ist Käse, Herr Özdemir!
Landwirtschaftsminister Cem Özdemir (Grüne) plant ein strenges Werbeverbot für ungesunde Lebensmittel. Ziel: Schokolade, Gummibärchen und Co. sollen aus der Öffentlichkeit weitestgehend verschwinden, damit Kinder und Jugendliche weniger zu Süßigkeiten verführt werden.
Der neue Gesetzentwurf vom 12. Juni geht in seiner Verbots-Vision aber noch viel weiter, wie die BILD berichtet: Demnächst würden auch viele Milch-Produkte unter den Bann fallen. Heißt im Klartext: Naturjoghurt und Milch wären dann zu ungesund!
Grundlage für die Attacke auf Molkerei-Produkte sind laut Ministerium die Höchstwerte für Salz, Fett und Zucker, die von der Weltgesundheitsorganisation vorgegeben werden und im neuen Gesetzentwurf angepasst wurden. Käse und Quark dürften dann nur noch 17 statt 20 Gramm Gesamtfett pro 100 Gramm haben.
"Verbraucher werden wie unmündige Kinder behandelt"
Das Ergebnis dieser Grenzwerte wäre ein Werbeverbot für Produkte, die deutsche Bauern und heimische Kühe jeden Tag produzieren. Bei Verstößen droht eine Strafe bis zu 30.000 Euro.
„Milch, Käse, Joghurt oder Quark gehören zu einer gesunden und ausgewogenen Ernährung. Es ist schlichtweg grotesk, wenn man solch wertvolle Nahrungsmittel mit Verboten überzieht", sagte Bauernpräsident Joachim Rukwied zu BILD. „So langsam reicht es mit der Ernährungsbevormundung!“
Und Unions-Mittelstandschefin Gitta Connemann (59, CDU) kritisiert: „Jetzt geht’s ans Butterbrot. Nun soll sogar die Werbung für Käse und Butter verboten werden. Verbraucher werden wie unmündige Kinder behandelt. Dabei gibt es kaum Besseres als eine Stulle mit heimischen Produkten.“
Nur noch Magerjoghurt in der Werbung
Das Ministerium interpretiert den eigenen Gesetzentwurf ein wenig anders: „Werbung für Natur-Joghurt, Butter oder Käse bleibt weiterhin grundsätzlich erlaubt, wenn sich diese nicht an Kinder richtet“, sagt ein Ministeriumssprecher.
Was das bedeutet: Zwischen 6 und 23 keine Werbung in TV und Radio, Plakate im Umkreis von 100 Metern von Schulen, Kitas und Freizeiteinrichtungen sind verboten, Werbung bei Instagram, TikTok, Youtube tabu. Klar, so grenzt man Kinder von der Werbung aus. Und auch so ziemlich jeden anderen im Land …
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