Ausländische Ärzte werden angeblich vertrieben: Lauterbachs erbärmliche Falschbehauptung
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Es ist ein eingeübter Mechanismus: Ein liberaler oder konservativer Politiker sagt etwas vollkommen Legitimes, linke Politiker und Aktivisten stürzen sich im Netz auf eine angeblich fragwürdige Passage und diffamieren den Absender so lange als „rechts“, „Rassist“ oder mit irgendeinem „-ismus“, bis dieser unter dem öffentlichen Druck einknickt, sich entschuldigt und seine Aussage zurückzieht.
Genau dieses Spiel wollte Karl Lauterbach (SPD) mit CDU-Chef Friedrich Merz spielen – nur flog der schäbige Linkspopulismus diesmal auf.
Es war ein 13-Sekunden-Video-Schnipsel, den Lauterbach (1,1 Millionen Follower) verbreitete. Darin sagte Merz: „Schaut euch die Schulen an, schaut euch die Wohnraumsituation an, schaut euch die Universitäten an, schaut euch die Krankenhäuser an, schaut euch die Arztpraxen an, schaut euch an, was das für Konsequenzen hat, wenn ein Land durch Migration überfordert wird.“
Alles Bereiche, in denen die unkontrollierte Migration nachweislich Auswirkungen zeigt: mehr Konkurrenz für bezahlbare Wohnungen, schlechte Deutschkenntnisse in Schulklassen, die das gesamte Niveau nach unten ziehen, Antisemitismus an Universitäten und vermehrt Angriffe auf Ärzte, Pfleger und Rettungskräfte.
Lauterbach: „Er macht es wieder, Ausländerhetze in Reinform“
Lauterbachs Reaktion könnte dennoch härter nicht sein: „Er macht es wieder, Ausländerhetze in Reinform“, schreibt er bei X. In Brandenburg gebe es chirurgische Abteilungen, in denen der Ausländeranteil in der Weiterbildung 100 Prozent betrage und ohne diese Ärzte würde dort schon lange nicht mehr operiert, schreibt er weiter.
Dann der Hammervorwurf, bei dem sich Lauterbach konkret auf besagte Ärzte in Brandenburg beruft: „Friedrich Merz vertreibt diese Ärzte, sie werden fehlen.“
Fragt man in Lauterbachs Ministerium nach, auf welche Datenlage oder Belege der Minister diese Tatsachenbehauptung stützt, dass Friedrich Merz nicht-deutsche brandenburgische Ärzte in Weiterbildung vertreibe, werden keine Belege geliefert. Es heißt nur: „Aussagen des Ministers kommentieren wir nicht. Sie stehen für sich.“
Merz: „Und damit keine Missverständnisse entstehen ...“
Was Lauterbach nicht wusste oder bewusst weggelassen hat: Merz hat bei der Wahlkampfveranstaltung in Brandenburg an der Havel noch viel mehr gesagt. Merz schien sich der Deutlichkeit seiner Worte sehr bewusst. Deshalb ergänzte der CDU-Chef wenige Minuten später: „Und damit hier keine Missverständnisse entstehen. Das sind bei weitem nicht alle – im Gegenteil. Die Mehrheit derer, die zu uns kommen und die schon lange hier sind, sind in dieses Land gut integriert.“
Merz sprach sogar die Rolle ausländischer Fachkräfte im Medizinbereich und anderen Branchen konkret an: „Und viele sind mittlerweile zu einem unverzichtbaren Bestandteil unserer Gesellschaft geworden. In vielen Betrieben – in Krankenhäusern, in Gastwirtschaften, im Hotelgewerbe, in vielen Bereichen – könnten wir heute gar nicht mehr ohne diejenigen arbeiten und leben, die seit einigen Jahren, vielleicht schon seit Jahrzehnten bei uns sind, zum Teil in zweiter, dritter und vierter Generation.“

CDU-Chef Friedrich Merz beim Wahlkampf in Brandenburg
Sein Fazit mit Blick auf die Mehrheit der Migranten: „Das sind zum ganz großen Teil ganz fantastische Menschen. Und die haben ihren Platz in Deutschland gefunden und selbstverständlich sind die akzeptiert und auf Dauer auch in unserer Gesellschaft willkommen. Sie sind Teil unseres Landes, sie sind Teil unseres Landes.“
Nach „Ausländerhetze in Reinform“, wie Karl Lauterbach meint, klingt das jedoch nicht.
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Julius Böhm
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