Immer mehr ausländische Kinder bekommen Kindergeld: Studie gibt Lindner recht
In der Debatte um ausländische Kinder und Jugendliche, die von Bürgergeld leben, bekommt Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) Rückendeckung vom Institut der deutschen Wirtschaft (IW).
„Ausländer im Bürgergeld sind im Schnitt sehr viel jünger als die Deutschen im Bürgergeld“, sagte IW-Arbeitsmarktexperte Holger Schäfer der Rheinischen Post. Sie hätten oft noch minderjährige Kinder. Programme, die darauf abzielten, Menschen ohne deutschen Pass in dauerhafte und besser bezahlte Jobs zu bringen, seien daher der wichtigste Ansatzpunkt gegen Kinderarmut.
„Die meisten Maßnahmen für Zugewanderte – etwa Sprachtrainings und Weiterbildungen – bringen in der Regel sehr gute Fortschritte. Es kommen dadurch nachweislich mehr Ausländer in eine dauerhafte Arbeit“, so Schäfer.

2 Millionen Kinder in Deutschland leben von Bürgergeld.
Ähnlich hatte sich Lindner geäußert. Der Finanzminister hatte Daten des Bundesagentur für Arbeit vorgetragen, wonach sich die Zahl ausländischer Kinder, die von Soziahilfe leben, in den vergangenen acht Jahren um 570.000 beinahe verdreifacht hat, während die Zahl der deutschen Kinder um 540.000 reduziert hatte. „Es gibt also einen ganz klaren statistischen Zusammenhang zwischen Zuwanderung und Kinderarmut“, sagte Lindner beim Tag der offenen Tür seines Ministeriums und stieß an, die Integration und Beschäftigungsfähigkeit von Zuwanderern zu fördern, statt mehr Sozialleistungen auszuzahlen – dafür wurde er heftig attackiert.
Laut einer noch unveröffentlichten IW-Studie verfügen 61 Prozent der insgesamt 900.000 Langzeitarbeitslosen über keine abgeschlossene Berufsausbildung. Ein Drittel sind demnach Ausländer und zehn Prozent Alleinerziehende, so die Studie, die sich auf aktuelle Daten der Bundesagentur für Arbeit beruft.
Arbeitsmarkt-Experte Schäfer stellt fest: „Armut in Deutschland hat in ganz starkem Maße mit der Arbeitslosigkeit zu tun: Mehr als 60 Prozent der Arbeitslosen sind armutsgefährdet und verfügen über weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens. Bei den Erwerbstätigen sind dagegen weniger als zehn Prozent armutsgefährdet. Das effektivste Mittel gegen Kinderarmut ist daher, dass die Eltern vernünftige Jobs haben.“Mehr NIUS:
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