Ausreisepflichtig und kriminell: Bosnier kassiert für zehnköpfige Familie 7.300 Euro monatlich vom Kölner Sozialamt
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In Köln ist ein besonders brisanter Fall aus dem dysfunktionalen Asylsystem ans Tageslicht gekommen: Ein mehrfach straffälliger Bosnier soll laut einem Medienbericht seit 17 Jahren ausreisepflichtig sein. Er sei jedoch nie abgeschoben worden und kassiere stattdessen für seine Familie rund 7.300 Euro monatlich vom Sozialamt.
Der Bosnier Marko M. lebe seit Jahren unbehelligt in Köln, obwohl er längst hätte abgeschoben werden müssen, berichtet der Focus. Der Mann habe inzwischen acht Kinder mit seiner Frau. Das Sozialamt zahle der zehnköpfigen Familie laut einem Bescheid knapp 7.300 Euro nach dem Asylbewerberleistungsgesetz. Das sind pro Jahr 87.600 Euro.
Derzeit würden in Köln sieben Familien mit je zehn Angehörigen ähnlich hohe Asylbewerberleistungen durch das Sozialamt erhalten, heißt es in dem Bericht.
Die Strafakte von Marko M. ist dick
Demnach sei M. bereits vor mehr als zwei Jahrzehnten in Köln ansässig gewesen. Schon 2003 sei sein Asylantrag negativ beschieden worden. 2009 habe das Verwaltungsgericht die Klage des Mannes gegen seine Abschiebung zurückgewiesen. Eine Abschiebung sei jedoch nicht erfolgt. Immer wieder hätten die Behörden seine Duldung „wegen fehlender Reisedokumente“ verlängert. Der Mann sei laut Personalblatt in Bihac im äußersten Nordwesten von Bosnien geboren und habe eine bosnisch-herzegowinische Staatsbürgerschaft. Doch als Geburtsland sei in den Papieren „ungeklärt“ eingetragen, berichtet der Focus.
Erstmals sei der Bosnier 2010 bei der Justiz aktenkundig geworden. Seitdem habe sich sein Strafregister gefüllt. Es geht laut dem Bericht um Eigentumsdelikte bis hin zu schwerem Bandendiebstahl, Urkundenfälschungen, Leistungserschleichung sowie Betrügereien. Meist sei der Bosnier zu Geldstrafen verurteilt worden.
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