Bas’ Sozialabgaben-Hammer in konkreten Zahlen: So viel weniger Netto bleibt 2026
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Arbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) langt bei Gutverdienern zu: Ab 2026 steigen die Beitragsbemessungsgrenzen für Rente, Kranken- und Pflegeversicherung kräftig – mit drastischen Folgen fürs Nettogehalt.
Die Beitragsbemessungsgrenze für die Rentenversicherung wird bundeseinheitlich auf 8.450 Euro pro Monat angehoben (aktuell 8.050 Euro). Bei einem Beitragssatz von 18,6 Prozent bedeutet das rund 74 Euro mehr pro Monat – je zur Hälfte von Arbeitgeber und Arbeitnehmer getragen. Für Arbeitnehmer heißt das: 37 Euro weniger netto im Monat, also 444 Euro pro Jahr. Höhere Rentenansprüche gibt es dafür erst im Alter – und die dürften bei den meisten Menschen nur ein paar Euro ausmachen.
Selbstständige zahlen 1.446 Euro mehr
Bei der Kranken- und Pflegeversicherung steigt die Bemessungsgrenze von 5.512,50 Euro auf 5.812,50 Euro pro Monat. Bei zirka 16 Prozent Beitragssatz macht das 48 Euro zusätzlich, geteilt mit dem Arbeitgeber. Netto-Belastung: 24 Euro pro Monat, also 288 Euro pro Jahr.
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Die Bas-Bombe konkret im Portemonnaie: Gutverdiener verlieren ab 2026 insgesamt 61 Euro netto monatlich – das sind 723 Euro jährlich. Hart: Rentenversicherungspflichtige Selbstständige (z.B. viele Handwerker, Hebammen, selbstständige Lehrer) müssen den kompletten Betrag allein stemmen – und zahlen folglich sogar 1.446 Euro pro Jahr mehr.

Selbstständige Handwerker und andere Selbstständige trifft der Abgaben-Hammer besonders hart.
Auch die Versicherungspflichtgrenze für die private Krankenversicherung klettert: Nur wer über 6.450 Euro brutto im Monat verdient (bisher 6.150 Euro), darf künftig in die private Krankenversicherung wechseln.
Die Anpassung folgt automatisch der Lohnentwicklung, 2024 waren das +5,16 Prozent. Bas spricht von einem Routinevorgang nach Sozialgesetzbuch. Sozialstaatsexperte Prof. Bernd Raffelhüschen (Uni Freiburg) hält die lohnbezogene Finanzierung jedoch für „schlicht falsch“ und kommentiert bei Bild: „Es sei denn, man wäre der Meinung, dass eine Lohnerhöhung krank macht.“
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