Berater von Wirtschaftsministerin Reiche fordern: Deutsche sollen bis 73 arbeiten!
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Ein Gremium, das Wirtschaftsministerin Katherina Reiche berät, kommt in einem Gutachten zu dem Schluss: Die Deutschen müssen künftig bis 73 arbeiten, um das Rentensystem vor dem Kollaps zu bewahren.
In dem Gutachten, das der Bild vorliegt, heißt es dem Blatt zufolge, das Renteneintrittsalter sollte schrittweise bis zum Jahr 2060 auf 73 Jahre steigen: „Seit Jahren stagniert die Wirtschaftsleistung, während vergleichbare Volkswirtschaften deutlich dynamischer wachsen.“
„Wir werden mehr arbeiten müssen“
Laut Bild heißt es in der Studie: „Wir werden mehr arbeiten müssen, wenn wir den Umfang der Sozialversicherungen bewahren wollen, ohne zeitgleich den nachfolgenden Generationen noch mehr Lasten zu hinterlassen. Das Renteneintrittsalter muss an die Lebenserwartung gekoppelt werden.“ Treibende Ursachen seien ein zu geringes Produktivitätswachstum und strukturelle Demografieprobleme. Die Ökonomen nennen als Beispiel Dänemark, wo das Renteneintrittsalter bis 2040 auf 70 Jahre ansteige.
Dort wird das Renteneintrittsalter für alle Bürger, die nach dem 31. Dezember 1970 geboren wurden, bis 2040 auf 70 Jahre ansteigen, eine Regelung, die im Mai 2025 im Parlament mit großer Mehrheit beschlossen wurde – obwohl das Land eine „besseren Demografie“, also einen geringeren Alterungsgrad hat als Deutschland.

Die Wirtschaftsweise Veronika Grimm
Beraterkreis besteht aus erfahrenen Ökonomen
Reiche hatte zur wirtschaftspolitischen Beratung einen Beraterkreis einberufen. Dazu gehören der Ökonom Justus Haucap vom Düsseldorfer Institut für Wettbewerbsökonomie an der Heinrich-Heine-Universität, die Wirtschaftsweise Veronika Grimm, dazu Stefan Kolev, wissenschaftlicher Leiter des Ludwig-Erhard-Forums für Wirtschaft und Gesellschaft in Berlin und der frühere Wirtschaftsweise Volker Wieland.
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