Berliner SPD-Vorsitzende Hikel und Böcker-Giannini schmeißen hin
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Die beiden Vorsitzenden der SPD in Berlin, Martin Hikel und Nicola Böcker-Giannini, haben ihren Rücktritt erklärt. Über ihre Entscheidung unterrichteten sie den Vorstand in einer Sondersitzung am Sonntag, wie der RBB berichtet. Am Montag wollen sie ihren Schritt in einer Pressekonferenz näher erläutern.
Zunächst vorrübergehend soll nun Steffen Krach das Amt des Parteivorsitzenden übernehmen. Der gebürtige Hannoveraner ist Spitzenkandidat der SPD für die Abgeordnetenhauswahl 2026.
Parteiintern waren Hikel und Böcker-Giannini zuletzt unter Druck der Partei-Linken geraten. Ein halbes Jahr vor dem eigentlichen Ende ihrer Amtszeit kapitulieren sie damit vor dem Widerstand der eigenen Genossen. Parteilinke und Jusos warfen Hikel unter anderem vor, als Bezirksbürgermeister zu oft und zu öffentlichkeitswirksam gegen Clan-Kriminalität vorzugehen.
SPD in Berlin liegt nur noch auf dem fünften Platz
In einer E-Mail an alle Parteimitglieder rechneten Hikel und Böcker-Giannini am Sonntag-Nachmittag mit ihren Gegnern ab: „Wir haben Brücken gebaut zwischen Euch, der Basis, und den Funktionsträger*innen, zwischen den verschiedenen Strömungen unserer Partei und nicht zuletzt auch zwischen vielen einzelnen Menschen. Beide Vorgänge zeigen, dass wir innerhalb der Gremien der Partei den versprochenen Wandel, und damit den Auftrag der Mitglieder, nicht mehr glaubhaft umsetzen können, da dieser Kurs, den die Mitglieder wünschen, nicht von der Funktionärsebene mitgetragen wird.“
In der jüngsten Wahl-Umfrage für das Berliner Abgeordnetenhaus erreichte die Berliner SPD mit 13 Prozent nur Platz 5 unter den Parteien.
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