Blitz-Einigung trotz Streit: CSU und Freie Wähler starten Koalitionsverhandlungen
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Sie wollen wieder gemeinsam regieren!
Vier Tage nach der Wahl in Bayern einigten sich die beiden bisherigen Regierungsparteien CSU und Freie Wähler auf die Fortsetzung ihrer Koalition.
In einer ersten Sondierungsrunde am Donnerstag einigten sich die Delegationen nach einer langen und dem Vernehmen nach auch bisweilen sehr kontroversen Aussprache auf den weiteren Fahrplan. „Wir werden jetzt sehr, sehr schnell in einen Arbeitsmodus übergehen“, sagte CSU-Landtagsfraktionschef Klaus Holetschek anschließend.

CSU-Mann Klaus Holetschek gibt sich zuversichtlich.
Freie Wähler-Fraktionschef Florian Streibl zeigte sich ebenfalls zuversichtlich, dass innerhalb von kurzer Zeit ein guter Koalitionsvertrag ausgearbeitet werden könne. Es sei gut gewesen, vor den Verhandlungen in einem gemeinsamen Gespräch „wieder Vertrauen aufzubauen“.
„Ich bin nicht die Plakatiertruppe der CSU“
Bei dem Pressestatement der beiden Fraktionschefs waren ausdrücklich keine Fragen zugelassen. Zudem gaben die beiden Parteichefs, Ministerpräsident Söder und sein Stellvertreter Aiwanger, keine Statements ab.
Zuvor gab es immer wieder Unstimmigkeiten. „Ich würde der CSU empfehlen, jetzt nicht so mädchenhaft aufzutreten“, sagt Aiwanger auf seiner Wahlnachlese am Montagmorgen. Es ist Aiwangers Antwort auf Kritik an seiner Wahlkampfführung. Doch der bayrische Wirtschaftsminister legte nach: „Sie sind ja in der Vergangenheit auch nicht zimperlich mit uns umgegangen“. Schließlich sei er nicht bei der Jungen Union. „Ich bin nicht die Plakatiertruppe der CSU“, so der Niederbayer.

Dem Flugblatt zum Trotz: Rekordergebnis für Aiwanger.
Auch über die Vergabe der Ministerium gab es offensichtlich Streit. Dieser dürfte, zumindest vorerst, geklärt sein. Am 8. Oktober kam die CSU bei der Bayernwahl auf 37 Prozent und verlor 0,2 Prozentpunkte, während die Freien Wähler mit 15,8 Prozent das beste Ergebnis in ihrer Geschichte erzielten.
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