Brandburgs CDU-Chef Jan Redmann: „Menschen können Gendern nicht nachvollziehen“
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- Jan Redmann (44) führt die CDU als Fraktions- und Parteichef in Brandenburg.
- Bei der Europawahl gewann die CDU nur einen Wahlkreis im blauen AfD-Meer.
- Redmann möchte trotzdem der nächste Ministerpräsident werden.
- Bei Themen wie Gendern oder Migration möchte er die Menschen mit klarer Linie vertreten.
Im Interview bei „Schuler! Fragen, was ist“ sprach Redmann unter anderem über die Kriegsangst der Bürgerinnen und Bürger in seinem Bundesland. Auf die Frage, ob die Menschen vom öffentlichen Rundfunk gut informiert und ernst genommen werden, antwortete der CDU-Mann: „Ich habe diese Entscheidung, die manche Redaktionen getroffen haben, es dem Moderator oder der Moderatorin zu überlassen, ob sie gendert oder nicht, nicht verstanden. Das muss doch eine redaktionelle Entscheidung sein.“
Darüber hinaus sagte er: „Man muss sich doch fragen: Was will mein Publikum? Was will mein Publikum hören? Wie spricht mein Publikum? Der Befund ist in aller Regel sehr eindeutig, nämlich dass das Gendern überhaupt nicht von den Menschen nachvollzogen wird“
Der für Brandenburg zuständige Sender RBB habe sich der Gender-Regelung zum Glück nicht angeschlossen. „Wenn ich als Sender aber eigentlich das Ziel habe oder auch als Redaktion das Ziel habe, überparteilich wahrgenommen zu werden, dann hilft eine solche Ausdrucksweise dabei sicher nicht. Ich bin auch froh, dass es uns in dieser Legislaturperiode in Brandenburg gelungen ist, noch mal durch ein Rundschreiben an die Schulen klarzumachen, dass auch in den Schulen die Gendersprache zu vermeiden ist“, ergänzte Redmann.

Ralf Schuler im Gespräch mit Jan Redmann im Brandenburger Landtag.
Richtige Grammatik darf nicht zu Punktabzug führen
An Universtitäten müsse allerdings noch nachgebessert werden, sagt Redmann. „Ja, es gibt eine Wissenschaftsfreiheit eines Professors und eines Dozenten, der kann, was Sprache angeht, selbst bestimmte Vorlieben haben in seinen Veröffentlichungen – gar keine Frage. Aber es gibt auch eine Wissenschaftsfreiheit des Studenten und der Studentin. Und wenn die sich entscheidet, in ihren Arbeiten eine Sprache zu verwenden, die grammatisch richtig ist, dann kann das nicht zu Punktabzug führen. Das ist übergriffig.“
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