Brandenburgs CDU-Chef Jan Redmann über Ära Merkel: „Es sind erhebliche Fehler gemacht worden“
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- Jan Redmann gehört zur „jungen Garde“ der Union in den neuen Ländern und will gleich im ersten Anlauf Ministerpräsident werden.
- Der 44-Jährige verschweigt dabei nicht die Fehler, die in 16 Jahren Merkel-CDU gemacht wurden.
- Er sieht die neue CDU als besonders stark, denn „wer nichts tut, macht keine Fehler.“
47 Minuten lang stellte sich Jan Redmann, CDU-Chef in Brandenburg, meinen Fragen bei „Schuler! Fragen, was ist“. Redmann will in Brandenburg der nächste Ministerpräsident werden. Doch trauen die Wähler noch den Christdemokraten? Schließlich regierte die Union das Land für 16 Jahre, in fast allen Bundesländern ist sie ebenfalls in der Regierung beteiligt. Sie hat das Atom-Aus mitbeschlossen. Die Migrationskrise geht auch auf das Konto der CDU. Was läuft jetzt anders, Herr Redmann?
„Wenn die CDU so viel Verantwortung trägt – und das stimmt: Sie hat sehr viel Verantwortung getragen in den vergangenen Jahren – dann hat sie auch Verantwortung getragen für das, was sich positiv entwickelt hat“, sagt der Politiker. 2013 etwa ist die Arbeitslosigkeit erheblich nach unten gegangen. Sind die Löhne gestiegen? Ostdeutschland hat aufgeholt im Vergleich zum Westen.“
Redmann ergänzt: „Aber Sie haben recht: Es sind natürlich auch erhebliche Fehler gemacht worden. Nur wer nichts tut, macht keine Fehler. Und die CDU ist eine Partei, die gerade auch durch den Grundsatzprogramm-Prozess beweist, dass sie eine interne Fehlerkultur entwickelt hat.“

Seine Partei sei durchaus in der Lage ist, sich zu korrigieren, Schwerpunkte neu zu justieren und auch offene Debatten zu führen. Die Wähler haben das bei der Europawahl aber nicht wirklich goutiert...
Redmann: „Auf Brandenburg bezogen kann ich feststellen, dass wir besser geworden sind als beim letzten Mal. Wir haben ein gutes Prozent zugelegt im Vergleich zum Jahr 2019. Aber es hätte natürlich auch hier etwas mehr sein können.“ Er sieht vor allem einen Unterschied im Wahlverhalten des Wählers. Auf Europaebene war die AfD besonders stark. „Bei den Kreistagswahlen war sie nur noch knapp vor der CDU und bei den Gemeinderatswahlen in Brandenburg, wenn ich mir das anschaue, dann sind wir in ganz vielen Gemeinden stärkste Kraft geworden“, sagt Redmann.

Das sei erstmal ein großes Kompliment an die kommunale Ebene seiner Partei. Die Europawahl sei einfach viel abstrakter und weiter weg. Da neige der Wähler dazu, „auch mal ganz grundsätzlich sich Luft zu machen über bestimmte Fehlentwicklungen.“ Insofern sei die Europawahl auch ein Ventil gewesen.
Das ganze Interview mit Jan Redmann finden Sie hier.
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Ralf Schuler
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