Bremen: Bürgerschaftswahl beginnt
- Im kleinsten Bundesland hat die Wahl zum Landtag begonnen.
- In Bremen und Bremerhaven dürfen 462 000 Menschen ihre Stimme abgeben.
- Prognosen zufolge winkt der SPD unter Bürgermeister Bovenschulte ein Sieg in ihrer Hochburg.
In Bremen hat am Sonntag die Bürgerschaftswahl begonnen. Um 8.00 Uhr öffneten die Wahllokale. Im kleinsten deutschen Bundesland sind 462 000 Wahlberechtigte aufgerufen, ihre Stimme zur Wahl des Landesparlaments abzugeben. Der Zweistädte-Staat mit Bremen und Bremerhaven wird bislang von einer Koalition aus SPD, Grünen und Linken geführt.
Die SPD war 2019 erstmals seit mehr als 70 Jahren nicht stärkste Kraft geworden, sondern hinter der CDU auf Platz zwei gelandet. Nach der jüngsten Umfrage des ZDF-«Politbarometers» können die Sozialdemokraten sich aber Hoffnungen machen, diesmal wieder knapp die Nase vorn zu haben. Sie lagen in der am Donnerstag veröffentlichten Erhebung bei 29 Prozent, die CDU bei 26 Prozent. Die Grünen kamen in der Umfrage auf 13 Prozent, die Linke auf 11 Prozent. Die FDP lag demnach bei 6 Prozent und die rechtspopulistische Wählervereinigung Bürger in Wut bei 10 Prozent.
Vor allem bei den kleineren Partnern der Ampel-Koalition im Bund schauen die Berliner Zentralen nach Bremen. Für die FDP geht es um das Ende einer Serie von Misserfolgen bei Landtagswahlen. Die Grünen haben in Bremen wie auf Bundesebene an Zustimmung verloren.
Gewählt werden darf ab 16 Jahren. Die Wahlbeteiligung bei der letzten Bürgerschaftswahl vor vier Jahren lag bei 64,1 Prozent. Parallel zur Landtagswahl finden in Bremen und Bremerhaven auch die Kommunalwahlen statt. Bei dieser können rund 495 000 Bremerinnen und Bremer ihre Stimme abgeben, da auch EU-Bürger ohne deutsche Staatsbürgerschaft wahlberechtigt sind. (dpa)
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