BRICS-Staaten nehmen weitere Mitglieder auf: Auf dem Weg zur neuen Weltordnung?
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Die BRICS-Staaten nehmen weitere Mitglieder auf. Darunter befinden sich auch langjährige Verbündete der USA wie Saudi-Arabien oder Ägypten. Der chinesische Präsident Xi Jinping spricht von einem „historischen“ Schritt. Die Umgestaltung einer neuen Weltordnung soll beschleunigt werden.
Die BRICS-Staaten haben sich bei ihrem Treffen in Südafrika auf die Aufnahme von Saudi-Arabien, Iran, Äthiopien, Ägypten, Argentinien und den Vereinigten Arabischen Emiraten geeinigt. Damit soll die Umgestaltung einer neuen Weltordnung beschleunigt werden.
„Diese Erweiterung der Mitgliedschaft ist historisch“, erklärte der chinesische Präsident Xi Jinping, der stärkste Befürworter der Erweiterung in der Gruppe. „Sie zeigt die Entschlossenheit der BRICS-Länder zur Einheit und Zusammenarbeit mit den Entwicklungsländern im weiteren Sinne.“
Nächste Treffen soll in Russland stattfinden
Mit ihrer Entscheidung für eine Erweiterung – die erste seit 13 Jahren – ließen die Staats- und Regierungschefs der BRICS-Staaten die Tür für künftige Erweiterungen offen. Zahlreiche weitere Länder haben ihr Interesse an einem Beitritt zu der Gruppierung bereits bekundet. Die Erweiterung verleiht den momentanen BRICS-Mitgliedern China, Brasilien, Russland, Indien und Südafrika mehr wirtschaftliches Gewicht. Sie könnte auch den erklärten Eifer der BRICS verstärken, sich für den globalen Süden einzusetzen.
Dennoch bestehen zwischen einzelnen Mitgliedern weiterhin Spannungen. Dies könnte sich mit der Aufnahme von Ländern wie Saudi-Arabien, die langjährige Bündnispartner der USA sind, weiter vertiefen. Gleichzeitig halten die Länder daran fest, ihr nächstes Treffen 2024 in Russland abzuhalten – ein deutliches Zeichen.
Derzeit repräsentieren die BRICS-Staaten 42 Prozent der weltweiten Bevölkerung und fast ein Drittel des weltweiten Bruttoinlandsprodukts. Damit hat man sogar die G7-Staaten eingeholt, wobei ein Großteil der Finanzmacht auf China entfällt. Mit der Neuaufnahme von weiteren Ländern steigt der Anteil.
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