Brisante Werbeunterlagen für den Ludwig-Erhard-Gipfel: Wolfram Weimer soll Zugang zu Regierungspolitikern verkaufen
Ein Beitrag von
Die Weimar Media Group von Kulturstaatsminister Wolfram Weimer soll gegen Geldzahlungen Zugang zu Regierungspolitikern verkaufen. Das berichtet Apollo News. Das Portal beruft sich dabei auf Werbeunterlagen für den Ludwig-Erhard-Gipfel, den die Weimer Media Group jährlich veranstaltet.
In den Dokumenten werde mit einem möglichen „Einfluss auf politische Entscheidungsträger“ geworben. Das von Wolfram Weimer und seiner Frau gegründete Unternehmen verspreche „Premiumvernetzung in entspannter Atmosphäre am Tegernsee“.

Der nächste Gipfel findet im April 2026 statt.
Der jährliche Gipfel in Bayern verbindet Wirtschaftsvertreter mit Politikern. Für den nächsten Ludwig-Erhard-Gipfel im April 2026 sind unter anderem Bayerns Ministerpräsident Markus Söder, Landtagspräsidentin Ilse Aigner sowie die Bundesminister Katherina Reiche (Wirtschaft), Alois Rainer (Landwirtschaft), Dorothee Bär (Forschung) und Thorsten Frei (Kanzleramt) angekündigt. Friedrich Merz war in den vergangenen Jahren ebenfalls regelmäßig zu Gast.
Lounge für vertrauliche Gespräche
Unternehmen können laut Apollo News unterschiedliche Pakete buchen, um an dem Treffen teilzunehmen. Das „Zugspitze“-Paket kostet 40.000 Euro und umfasst zehn Eintrittskarten, Werbeleistungen sowie eine Teilnahme an einem Panel der Konferenz. Das „Matterhorn“-Paket (60.000 Euro) und das „Mont Blanc“-Paket (80.000 Euro) beinhalten zusätzlich die Teilnahme an einer Executive Night mit Ministern. Das höchst dotierte Paket „Mont Blanc“ bietet zudem eine „Besprechungs-Lounge für vertrauliche Gespräche“.

Das Angebot der höchsten Kategorie.
Die Weimar Media Group wurde 2012 von Wolfram Weimer und Christiane Goetz-Weimer gegründet und umfasst rund ein Dutzend Medienmarken. Weimer verließ das Unternehmen vor seiner Ernennung zum Staatsminister, besitzt jedoch weiterhin die Hälfte der Anteile. Die Bundesregierung bestätigte in einer parlamentarischen Anfrage, dass er die Firma verlassen habe, erwähnte aber nicht seine Beteiligung. Gewinne aus dem Gipfel fließen somit teilweise an Weimer. Das Kanzleramt beantwortete Anfragen von Apollo News zu Weimers Information an Kabinettskollegen nicht.
Zuletzt war eines seiner Medienunternehmen in die Kritik geraten. Das Portal The European hatte in großem Stil fremde Texte übernommen und als eigene Inhalte veröffentlicht. Quellenangaben fehlten häufig oder waren unvollständig.
Lesen Sie auch:
Angeblich war er raus aus seinem Unternehmen: Hat Wolfram Weimer das Land getäuscht?
Mehr NIUS:
Warum die Politik den Majestätsbeleidigungsparagraphen gar nicht abschaffen will
CSU blamiert sich mit „Frohnleichnahm“-Doppelfehler: Krah wurde Fake vorgeworfen, doch er hatte recht
CDU sagt Präsidiumsklausur in Sachsen-Anhalt ab
Warum Friedrich Merz in den eigenen Reihen als „Quassel-Kanzler“ gefürchtet ist
USA wollen zurück ins Impf-Bündnis GAVI: Wird Kennedy wirklich seine Bill-Gates-Haltung verraten?
Wankelmut, Belehrungen, Großspurigkeit: Warum die Merz-Regierung im UN-Sicherheitsrat durchgefallen ist
Einsparungen waren das Versprechen, 1,1 Milliarden Euro mehr Ausgaben sind das Ergebnis
Alle Linken ganz verzweifelt: NIUS-Kampagne überrollt die BVG
Mehr NIUS:
Warum Friedrich Merz in den eigenen Reihen als „Quassel-Kanzler“ gefürchtet ist
USA wollen zurück ins Impf-Bündnis GAVI: Wird Kennedy wirklich seine Bill-Gates-Haltung verraten?
Wankelmut, Belehrungen, Großspurigkeit: Warum die Merz-Regierung im UN-Sicherheitsrat durchgefallen ist
Einsparungen waren das Versprechen, 1,1 Milliarden Euro mehr Ausgaben sind das Ergebnis
Alle Linken ganz verzweifelt: NIUS-Kampagne überrollt die BVG
Vorwurf Steuerhinterziehung: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Grünen-Chef Felix Banaszak
Neues 13-Milliarden-Loch für Klingbeil! Bund muss Arbeitsagentur noch viel mehr Steuergeld zuschießen
Gewerkschaften kündigen Widerstand an: Fliegt Kanzler Friedrich Merz sein Reform-Gipfel um die Ohren?
Redaktion
Artikel teilen
Kommentare