CDU-Landrätin schreibt Brandbrief und rechnet mit Berliner Politik ab
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- Martina Schweinsburg, CDU-Landrätin in Thüringen, kritisiert in einem Brief an ihren Landkreis die Ampelregierung in Berlin und insbesondere die Grünen scharf.
- Hauptkritikpunkte sind die Klimapolitik und der Umgang mit der AfD und deren Wählern.
- Schweinsburg wirft der Politik „religiösen Fanatismus“ bei der Bekämpfung des Klimawandels vor und appeliert, dem Willen der Wähler zu folgen.
Martina Schweinsburg ist seit 1994 CDU-Landrätin im thüringischen Landkreis Greiz. In einem Beitrag des Kreisjournals kritisiert die 64-Jährige die Ampelregierung in Berlin und insbesondere die Grünen scharf. Sie wirft den politischen Verantwortlichen „religiösen Fanatismus bei der Bekämpfung des Klimawandels“ vor und kritisiert den Umgang mit der AfD und deren Wählern. „Hat jemand in Berlin oder auch Erfurt begriffen, dass geradezu religiöser Fanatismus bei der Bekämpfung des Klimawandels zu nichts führt?“, fragt sie in ihrem Brief. „Berlin hat den Schuss wirklich noch nicht gehört.“
Kritik an der Klimapolitik
Schweinsburg kritisiert insbesondere das Heizungsgesetz und die fehlende Infrastruktur für den ländlichen Raum. Sie fragt: „Soll jemand im ländlichen Raum davon überzeugt werden, mit der Bahn und verbilligten Tarifen auf Arbeit oder sonst wohin zu fahren, wenn sein Wohn- oder der Zielort überhaupt keine Bahnanbindung mehr hat und die Bahn sowieso entweder unpünktlich ist oder streikt?“ Sie betont, dass Menschen im ländlichen Raum auf ihr eigenes Auto angewiesen seien.

Gilt als Architekt des Heizungsgesetzes: Robert Habeck.
Umgang mit der AfD sieht die Landrätin kritisch
Auch am Umgang der etablierten Parteien mit der AfD und deren Wählern lässt die CDU-Frau kein gutes Haar. Sie schreibt: „Die einmal formulierte Brandmauer ist eingestürzt, und dieses undankbare Volk wählt die, die es nicht hätte wählen dürfen.“ Sie kritisiert, dass viele Politiker jede verbale Entgleisung der AfD öffentlich attackieren und den Wählern damit signalisieren, wen sie nicht wählen dürfen. Ihrer Meinung nach hat diese Strategie noch mehr Menschen in die Arme der AfD getrieben. Man müsse „Entscheidung in Demut und Respekt besonders vor dem Wähler annehmen“ und pragmatisch Wahlen wieder gewinnen.
Es brauche ein Umdenken
Zum Abschluss rät Schweinsburg zu einem Umdenken in Politik und Medien. Sie fordert, das Volk ernst zu nehmen und nicht immer gleich zu kritisieren, wenn das Volk seine Meinung äußert. „Demokratie geht vom Volke aus“, betont sie. Ihre Worte richten sich damit auch an die eigene Bundespartei. Sie fordert, dass „alle Vertreter des Politikzirkus und auch der Medien die Sommerpause nutzen, um in sich zu gehen und ihr eigenes Agieren zu hinterfragen.“

Man müsse „Entscheidung in Demit und Respekt besonders vor dem Wähler annehmen“, so Schweinsburg.
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