CDU-Politiker: Pflegebedürftige sollen notfalls ihr Haus verkaufen
Ein Beitrag von
Angesichts milliardenschwerer Finanzlöcher in der Pflegeversicherung fordert die Union einen stärkeren Zugriff auf Privatvermögen im Pflegefall. Unionsfraktionsvize Albert Stegemann (CDU) sprach sich dafür aus, dass Menschen zunächst eigenes Vermögen einsetzen sollen, bevor die Allgemeinheit zahlt.
„Wer vorsorgt – mit privater Pflegezusatzversicherung, Aktiensparen oder Wohneigentum – übernimmt Verantwortung für den Pflegefall. Ein Erbenschutzprogramm auf Kosten der Allgemeinheit kann es nicht geben: Wer Vermögen besitzt, muss zunächst eigenes Vermögen einsetzen, auch das Eigenheim, bevor die Gemeinschaft zahlt“, sagt Stegemann im Interview mit Bild.
Einsatz des Privatvermögens statt staatlicher Zuschüsse
Hintergrund sind dramatische Finanzprognosen für die Pflegeversicherung. Bis 2030 könnte den Kassen ein Defizit von rund 17 Milliarden Euro drohen. Ohne Reformen rechnen Experten mit deutlich steigenden Beiträgen für Arbeitnehmer.

CDU-Politiker Albert Stegemann will, dass Pflegebedürftige im Notfall ihr Haus verkaufen. Auch, wenn Angehörige darin wohnen.
Auch die Wirtschaftsweisen dringen auf tiefgreifende Änderungen. In ihrem Frühjahrsgutachten fordern sie strengere Pflege-Einstufungen, höhere Eigenbeteiligungen und die Abschaffung staatlicher Zuschüsse für Pflegeheime. Einkommen und Vermögen müssten künftig stärker zur Finanzierung herangezogen werden.
Derzeit bleibt selbst genutztes Wohneigentum oft geschützt, wenn etwa Ehepartner oder Angehörige darin wohnen. Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) arbeitet derzeit an einer Reform der Pflegeversicherung.
Haben Sie einen Hinweis zu diesem Thema? Hier können Sie uns schreiben.
Haben Sie Fehler entdeckt? Dann weisen Sie uns gern darauf hin.
Mehr NIUS:
Im ZDF-Sommerinterview zeigt Frank-Walter Steinmeier, warum er kein Bundespräsident des Volkes ist
Söder erteilt AfD-Verbotsverfahren eine Absage
Wenn Bürgeranfragen beim Regieren stören – beim Informationsfreiheitsgesetz droht neuer Streit in der Koalition
Söder: Minijobs sollen bleiben
Steinmeier beschuldigt Bürger, „gegen das System der Demokratie“ zu wählen
CDU blamiert sich mit „Schuhljahr“-Post
So hart rechnet die Kassenärztliche Vereinigung Baden-Württemberg mit dem Sparpaket ab
Kein Krisen-Telefonat! Warum wurde Kai Wegner so lange vom Bundeskanzler gedeckt?
Mehr NIUS:
Söder: Minijobs sollen bleiben
Steinmeier beschuldigt Bürger, „gegen das System der Demokratie“ zu wählen
CDU blamiert sich mit „Schuhljahr“-Post
So hart rechnet die Kassenärztliche Vereinigung Baden-Württemberg mit dem Sparpaket ab
Kein Krisen-Telefonat! Warum wurde Kai Wegner so lange vom Bundeskanzler gedeckt?
Berlins JU-Chef: Rückzug Wegners nicht ausreichend
Die Bilanz des Regierenden Bürgermeisters ist verheerend
Aus für Habecks Heizungsgesetz: Bundestag beschließt neues Gebäudemodernisierungsgesetz
Redaktion
Artikel teilen
Kommentare