Chrupalla: AfD wird spätestens 2029 Regierungspartei
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Beim „politischen Stammtisch“ Gillamoos wird traditionsgemäß gegen den politischen Gegner ausgeteilt. So hielt es auch AfD-Chef Tino Chrupalla, der am Montagmorgen als Hauptredner der AfD antrat ...
AfD-Chef Tino Chrupalla sieht seine Partei kurz davor, politische Verantwortung zu übernehmen. Wenn nicht schon nächstes Jahr in Sachsen-Anhalt, dann spätestens 2029 auf Bundesebene, so erklärte er beim politischen Frühschoppen in Abensberg (Niederbayern). Chrupalla kündigte an: „Wir werden dieses Schiff wieder auf Vordermann bringen.“
Die AfD habe die Antworten, die die Bürger hören wollten. Chrupallas Ziel, so formulierte er deutlich, sei, das Land „blau“ zu machen. Und er teilte ordentlich aus. Über Markus Söder spottete er, dieser sei der „Ober-Komiker“, dicht gefolgt von Kanzler Friedrich Merz, der sei gleich der zweite in der Komiker-Reihe. Süffisant ergänzte er, da habe ja der einstige SED-Chef Erich Honecker in der DDR höhere Beliebtheitswerte gehabt. Und: Merz sei ein „richtiger Brechertyp“, da er jedes Wahlversprechen gebrochen habe – etwa in Steuerfragen.
Harte Töne bei der Migrationspolitik
Deutliche Forderungen kamen auch zur Migrationspolitik. Chrupalla betonte, kriminelle Ausländer und Menschen ohne Bleiberecht müssten konsequent abgeschoben werden.
Noch schärfer formulierte es die bayerische AfD-Landtagsfraktionschefin Katrin Ebner-Steiner: Wer illegal im Land sei, den „werden wir hunderttausendfach aus dem Land schaffen“. „Wir werden abschieben, abschieben, abschieben, bis die Startbahnen in München glühen.“ Zugleich prangerte sie den „Überwachungs- und Bevormundungsstaat“ an. Sie stellte die Frage, ob die Meinungsfreiheit eigentlich auch noch für jene gelte, die eine andere Haltung als die Regierung vertreten.
Auch Stephan Protschka, AfD-Landeschef in Bayern, teilte aus. Markus Söder sei der „Arschkriecher“ von Kanzler Merz und der „Asylindustrie“. Merz wiederum bezeichnete er als den „Arschkriecher“ von Ex-Kanzlerin Angela Merkel.
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