„... das haben wir 45 auch gesagt“: AfD-Chef Chrupalla mit NS-Eklat
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- NS-Eklat bei der ARD-Talkshow Maischberger.
- AfD-Chef Tino Chrupalla bringt Kapitulation der Ukraine mit Kapitulation Nazi-Deutschlands in Verbindung.
- ZEIT-Herausgeber Giovanni di Lorenzo spricht von einem Satz, der „erschüttert“.
Tino Chrupalla hat im Talk von Sandra Maischberger für einen Eklat gesorgt. Der AfD-Bundesprecher brachte in einer Diskussion über eine mögliche Kapitulation der Ukraine, um den Krieg dort zu beenden, mit der Kapitulation Nazi-Deutschlands durch die Alliierten 1945 in Verbindung.
In der Diskussion mit FDP-Fraktionschef Christian Dürr fragte Gastgeberin Maischberger in Richtung des AfD-Chefs, ob die Ukraine in seinen Augen kapitulieren sollte, um den Krieg dort zu beenden.
Chrupalla: „Jeder Tag, den der Krieg länger geht, sterben Menschen. Wie der Krieg beendet wird – wenn es morgen ist – auch mit Gebietsabgabe, wäre ein guter Tag. Eine Gesprächbereitschaft, gesichtswahrend für beide Seiten muss das Ziel sein.“
Dürr erwiderte: „Das würde er [Chrupalla] wahrscheinlich auch Deutschland empfehlen, wenn wir diese Bedrohung in der Realität hätten: Kapitulation. Das kann es ja natürlich nicht sein.“ Damit bezog sich Dürr auf das fiktive Szenario eines russischen Angriffskriegs.
Chrupalla ging dazwischen: „Das haben wir 45 auch gesagt.“
Auf die NIUS-Nachfrage, was Chrupalla damit meint, antwortete der AfD-Politiker allgemein: „Jeder Tag, den der Ukraine-Krieg länger dauert, ist zu viel. Deshalb muss der Krieg besser heute als morgen enden. Eine Kapitulation ist ein möglicher Weg, um das Blutvergießen zu stoppen.“
„Absurder Vergleich“ und „erschüttert“
FDP-Politiker Dürr schüttelte den Kopf und sprach von einem „absurden Vergleich“. Auch Sandra Maischberger fragte nach, ob Chrupalla die erzwungene Kapitulation Nazi-Deutschlands mit der Ukraine vergleichen wolle. Chrupalla antwortete mit einer Gegenfrage, dass Maischberger die These, die Ukraine müsse kapitulieren, mit ihrer Frage ins Spiel gebracht habe, was Maischberge wiederum verneinte. „Ich habe gefragt, ob sie (die Ukraine, d.Red.) kapitulieren soll und Sie haben...“, sagte Maischberger. Chrupalla ging erneut dazwischen, sagte: „Nein, nein.“
Danach kam das Thema nicht weiter auf. Chrupalla erklärte in der Sendung auch nicht mehr, was gemeint war.
Auch in der bei Maischberger üblichen Journalisten-Diskussionsrunde wurden Chrupallas Themen nur noch angerissen. ZEIT-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo sagte, seien die Worte, so wie er sie verstanden habe, wirklich gefallen, dass ihn „dieser Satz erschüttert“.
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