Delikt-Zahlen explodieren! Fünf Fälle, die den täglichen Messer-Wahnsinn in Bus und Bahn dokumentieren
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Es ist eine Meldung, die schockiert: Die Zahl der Messerdelikte an deutschen Bahnhöfen ist im vergangenen Jahr um mehr als 32 Prozent gestiegen. Dabei ist jedes Opfer, das in dieser Statistik auftaucht, mehr als nur eine Zahl.
Fünf tragische Fälle aus 2023 zusammengefasst:
Es ist Mittwoch, der 25. Januar 2023, als am Bahnhof in Brokstedt das Unvorstellbare passiert. Der staatenlose Palästinenser Ibrahim A. sticht in einem Regionalexpress von Kiel nach Hamburg auf Höhe der Kleinstadt Brokstedt auf Mitfahrer ein. Bei der Attacke sterben die 17-jährige Schülerin Ann-Marie und ihr 19-jähriger Freund Danny. Außerdem werden vier weitere Personen verletzt, eine von ihnen wird sich später das Leben nehmen.

Nur eine Woche nach ihrem 17. Geburtstag wurden Ann-Marie erstochen.
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Die Tat sorgte bundesweit für Entsetzen und Anteilnahme. Im April 2023 erhob die Staatsanwaltschaft Itzehoe dann Anklage gegen Ibrahim A. wegen Mordes in zwei Fällen und versuchten Mordes in vier Fällen. A. war erst wenige Tage vor der Messerattacke aus einer Untersuchungshaft entlassen worden, die er in Hamburg wegen einer anderen Straftat abgesessen hatte. Während dieser Zeit hatte er sich wegen psychischer Auffälligkeiten 16 Mal mit einem Psychiater getroffen.
Nach der Tat war der Vater des getöteten Mädchens zu Gast bei „Achtung, Reichelt!“ – hier das Gespräch:
Vor den Augen der Töchter niedergestochen
Vor den Augen ihrer Töchter wurde eine 33-Jährige im April 2023 in einem Bus in Berlin-Gesundbrunnen niedergestochen. Die Frau wurde lebensbedrohlich verletzt und musste notoperiert werden. Nach einem Bericht der B.Z. erlitt sie Verletzungen unter anderem an Herz, Lunge und im Bauch. Die Mordkommission ermittelte, nahm wenig später den 41-jährigen Halbbruder der Frau fest. Die sieben und neun Jahre alten Töchter der Frau mussten die Tat mitansehen.

In einem Bus in Berlin wurde im April eine 33-Jährige lebensgefährlich mit einem Messer verletzt. (Symbolbild)
Reisende und Bahnpersonal mit Messer bedroht
Am 10. Oktober 2023 bedrohte ein 28-Jähriger in einem Eurocity von Kopenhagen nach Hamburg Reisende und das Zugpersonal mit einem Messer mit zehn Zentimeter langer Klinge. Nach Notrufen aus dem Zug veranlasste die Bundespolizei einen Nothalt des Zuges am Bahnhof Neumünster. Der 28-Jährige schloss sich daraufhin in einer Zugtoilette ein, Beamte von Bundes- und Landespolizei überwältigten ihn. Bei dem Mann handelt es sich um einen Syrer, der als Asylbewerber in Schweden gemeldet ist.
Messer in den Oberschenkel gestochen
Im September 2023 attackierte ein Unbekannter einen 33-Jährigen an einem Bahnsteig der U-Bahn in Berlin-Charlottenburg mit einem Messer. Laut Angaben der Polizei rempelte der Angreifer den 33-Jährigen zunächst auf einem Bahnsteig des U-Bahnhofs Zoologischer Garten an. Es folgte ein Streit, dann stach der Unbekannte mehrfach ein Messer in den Oberschenkel des 33-Jährigen.
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Der U-Bahnhof am Bahnhof Zoo in Berlin.
15-Jähriger im Regionalexpress mit Messer schwer verletzt
Am 27. Oktober 2023 griff ein 29-jähriger Jamaikaner in einem Regionalexpress von Kassel nach Frankfurt einen 15-Jährigen mit einem Messer an und verletzte ihn am Oberkörper. Nach einer Notbremsung flüchtete der Mann zunächst aus dem Zug, wurde aber wenig später durch eine Polizeistreife in Lollar festgenommen.
Gegen den Messer-Angreifer wurde Haftbefehl wegen des dringenden Tatverdachts des versuchten heimtückischen Mordes erlassen. Der 15-jährige Junge, der dem Mann zum Opfer fiel, kommt aus Nordhessen und musste mit schweren Verletzungen in einer Klinik behandelt werden.
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