„Der Fußball braucht die Politik nicht – aber die Politik braucht den Fußball“
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Heute Abend beginnt die Fußball-Europameisterschaft 2024. Eigentlich ein Anlass zu Ausgelassenheit und großer Freude.
Doch Bundesregierung und DFB wollen die Fußball-EM in Deutschland in ein linkes Polit-Spektakel verwandeln. Mit 13,2 Millionen Euro Steuergeld finanzieren Kulturstaatsministerin Claudia Roth und Innenministerin Nancy Faeser ein Kulturprogramm zur EM, das nur so strotzt vor links-grüner Ideologie. Über 300 Veranstaltungen finden statt, eine davon verklärt den Islamisten Mesut Özil zu einem Opfer der deutschen Gesellschaft.
Darüber diskutieren heute bei NIUS LIVE Julius Böhm und Julian Reichelt. Julian Reichelt hat eine klare Formel: „Der Fußball braucht die Politik nicht, die Politik braucht den Fußball.“
„Der Mythos Sommermärchen ist nichts, was diese Leute mögen“
Offenbar möchte die Bundesregierung mit aller Macht ein neues Sommermärchen verhindern. Julian Reichelt findet klare Worte dazu: „Der Mythos Sommermärchen ist nichts, was diese Leute mögen, weil es ihnen zu Schwarz-Rot-Gold, zu weiß, zu wenig divers war. Das hat man in den letzten Tagen der Berichterstattung zu dieser EM ganz deutlich gemerkt.“

Sommermärchen 2006: Die Fans feiern ausgelassen im schwarz-rot-goldenen Fahnenmeer.
Julius Böhm ergänzt: „Ich glaube, es sind zwei Aspekte. Einmal, dass wir das Thema islamistischer Terror, islamistische Gefahr sehr, sehr nah vor Augen haben. Wir hatten die Festnahmen rund um die Weihnachtsfeierlichkeiten in Wien und in Köln von mutmaßlichen Islamisten. Wir hatten den schrecklichen Vorfall von Mannheim. Wir haben den ISIS-Terroristen, der als Sicherheitsmann sich da irgendwie engagieren wollte bei der EM und da mutmaßlich schlimme Dinge vorhatte. Der glücklicherweise entdeckt wurde und einfach diese aktuelle Gefahrenlage, die kommt sozusagen hinzu, was das subjektive Sicherheitsgefühl angeht.“
Dann geht Böhm auf seinen zweiten Aspekt ein, die Völkerverständigung: „In München sieht man schon die Videos, wie betrunkene Schotten sich mit betrunkenen Deutschen in den Armen liegen, mehr Völkerverständigung kann man ja gar nicht herstellen. Und ich will dir widersprechen, 2006 war kein weißes Turnier, da waren ja alle Menschen auf der Straße, egal ob sie türkischstämmig sind oder aus Osteuropa kommen, zusammen in deutschen Trikots und haben gefeiert, haben diese Flaggen in die Kameras gehalten und sich die Seele aus dem Leib geschrien. Genau das will uns die Regierung abtrainieren, indem sie uns verschiedenste Projekte und Vorstellungen, Theaterstücke aufoktroyiert, in denen darüber gesprochen wird, dass dieses Sommermärchen gar nicht stattgefunden hat, dass wir in Wahrheit über uns selber nachdenken müssen, ob wir nicht wirklich tief drin Rassisten sind und Ausländer gar nicht mögen.“
„Die Politik fängt an, den Fußball zu umklammern, zu vereinnahmen, zu vertilgen“
Daraufhin moniert Reichelt die enervierende Politisierung des Fußballs: „Der Fußball braucht die Politik nicht, aber die Politik, und das merken wir gerade ganz gewaltig, braucht den Fußball, die Politik will den Fußball. Die Politik greift nach dem Fußball, die Politik fängt an, den Fußball zu umklammern, zu vereinnahmen, zu vertilgen, aufzuladen mit all ihren Themen. Und ich muss sagen, das ist das, was mir tatsächlich missfällt. Und ich wünschte, es wäre anders, weil wir alle miteinander aufgewachsen sind, mit dieser unfassbaren Schönheit dieser großen Turniere.
Ich erinnere mich an 1990, als wir Weltmeister wurden. Ich erinnere mich an 1992, als wir auf bittere, – und ich sage es bis heute – irreguläre Weise zwei zu null gegen Dänemark verloren haben im Finale, die aber nur im Finale waren, weil sie als Nachrücker für Jugoslawien eingesprungen waren. In Jugoslawien war Krieg. Ich erinnere mich an 1996, das einzige Golden Goal der Fußballgeschichte. Oliver Bierhoff macht es wahr. Das waren einfach wunderschöne Momente.“

Ein goldener Fußball-Moment: 1996 machte Oliver Bierhoff das Golden Goal klar.
Und weiter: „Deswegen wünschte ich, es wäre anders. Aber was wir doch alle spüren, ist, dass die Politik massiv dazu beiträgt, die Freude, die Vorfreude auf dieses Großereignis zu dämpfen und zu dämmen, indem sie diesen wunderschönen Sport auf vollkommen ideologische Weise auflädt. Von vorne bis hinten – mit Politik. Es soll für all die gesellschaftlichen Themen stehen, die der linksgrünen Agenda und Ideologie wichtig sind.“
„Lasst uns doch bitte einfach diesen Fußball“
Reichelt analysiert: „Die Bundesregierung finanziert mit Millionen ein Kulturbegleitprogramm, was nichts anderes ist als ein begleitendes Ideologieprogramm, wo es Theaterstücke gibt, wo der Islamist Mesut Özil zum traurigen deutschen National-Opfer der deutschen rassistischen Gesellschaft verklärt wird. An jeder Ecke dieses Turniers. Gestern habe ich gelesen, eine gute Nachricht aus München während dieser Fußball-EM, die Allianz-Arena darf in den Regenbogenfarben erstrahlen. Unser ganzes Leben ist bestimmt und dominiert von Politik und Ideologie. Sie ist in jeden Winkel bis in den Heizungskeller unseres Lebens gekrochen. Lasst uns doch bitte einfach diesen Fußball.“

Herrlich: Die Allianz-Arena erstrahlt in Regenbogen-Farben.
„Der DFB marschiert als total politisierte Institution“
Auf die Frage im Livechat, warum der DFB dabei mitmacht, antwortet Reichelt: „Der DFB macht nicht mit, der DFB marschiert voran. Denn es ist nicht so, dass der DFB mitmacht. Der DFB marschiert als total politisierte Institution voran. Der DFB mit Philipp Lahm – großartiger Fußballer, politisch, ideologisch, leider vollkommen verirrt auf Zeitgeistkurs – ist einer der maßgeblichen Treiber dieser Politisierung des Fußballs. Der DFB hat sich in den letzten Jahren auf die Umerziehung der Fans, darauf, was der Fußball alles bedeutet und transportieren soll, konzentriert und nicht auf sportliche Leistung. Ich hoffe, dass dieses Mal wenigstens die sportliche Leistung wieder hinzukommt. Aber der DFB ist einfach eine politische Organisation.“
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