Der Kanzler und die immer tieferen Umfrage-Tiefpunkte: Die Scholz-SPD fällt und fällt und fällt …
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Der viel zitierte Kanzler-Bonus, es gibt ihn offenbar nicht mehr. Und die Kanzler-Partei SPD – sie schmilzt in den Umfragen immer weiter.
Der neueste Tiefpunkt für Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD): 17 Prozent in der Sonntagsfrage von INSA. Es ist der schlechteste Wert seit der Bundestagswahl im Herbst 2021 – damals wurden die Sozialdemokraten mit 25,7 Prozent stärkste Kraft. Seither fällt und fällt und fällt und fällt die SPD …
Seit Wochen schon verstetigt sich in den Umfragen folgender Trend: Die Union als stärkste Kraft (27 Prozent). Dahinter die AfD (21 Prozent). Dann erst die Kanzler-Partei SPD (17 Prozent). Grüne (15 Prozent) und FDP (6 Prozent) vervollständigen das Ampel-Tief zur Halbzeit der laufenden Legislaturperiode.
Heißt im Klartext: Zwei Oppositions-Parteien kommen gemeinsam auf 48 Prozent, während die drei Regierungs-Parteien zehn Punkte schwächer bei 38 Prozent liegen. Deutlicher können die Wähler ihre Unzufriedenheit nicht ausdrücken. Die alte Kanzlerpartei wurde abgewählt – aber die neue Konstellation ist noch ungeliebter.

Schatten-Kanzler Olaf Scholz.
Und was macht Scholz? Nichts! Erinnern Sie sich an die letzte Entscheidung, die der Kanzler mit Führungsanspruch durchgesetzt hat? 35 Prozent der Deutschen sagen laut der Forschungsgruppe Wahlen, dass das wichtigste Problem dieser Tage „Energie/Versorgung“ ist. Auf Platz 2 mit 22 Prozent folgt „Ausländer/Flüchtlinge“, auf Platz 3 mit 17 Prozent „Kosten/Löhne“. Wann hat Scholz dazu das letzte Mal etwas entschieden?
Mehrheit sagt: Scholz macht schlechte Arbeit
Seit Amtsantritt fragt die Forschungsgruppe Wahlen auch die Zufriedenheit der Deutschen mit der Arbeit des Kanzlers ab. Im August dieses Jahres war zum ersten Mal eine absolute Mehrheit der Meinung: Scholz macht seine Arbeit schlecht (51 Prozent). Nur 43 Prozent stellen ihm ein gutes Zeugnis aus.
Und der Kanzler? Lässt laufen. Es erinnert ein wenig an den Regierungsstil von Angela Merkel (CDU), der aber immerhin noch ein gutes Krisen-Management nachgesagt wurde. Bei Scholz hat man regelmäßig das Gefühl, dass ihn die Probleme im Land oder in der Regierung nicht interessieren. Problem-Ministerin Faeser? Darf weiter wurschteln, keiner möchte ihr den Wahlkampf in Hessen versauen. Streit in der Regierung? Ist das Problem von FDP und Grünen, sollen die das klären.
Neulich musste Scholz nach einem Jogging-Unfall für mehrere Tage eine Augenklappe tragen. Wenn Scholz so weiter macht, wird das einer der wenigen Momente bleiben, die von seiner Amtszeit in Erinnerung bleiben …
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