Der Panik-Minister ist zurück: Lauterbach erfindet zehntausende Hitzetote!
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Er ist wieder da! Nachdem die Corona-Krise vorbei war, ist Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) monatelang in der Versenkung verschwunden. Dem Warner der Nation waren die Schreckens-Szenarien abhanden gekommen. Doch Lauterbach hat ein neues Thema gefunden, mit dem er den Bürgern Angst einjagen kann – und wieder mit dem Verbot von Veranstaltungen droht.
Die Todes-Hitze!
Der Minister lud die Medien kürzlich zur Vorstellung seiner „Hitzestrategie“. Sein Ziel: Für weniger Todesfälle bei extrem hohen Temperaturen sorgen. Dabei warf er in altbewährter Manier mit Horrorzahlen um sich: „Es ist nicht akzeptabel, wenn wir jedes Jahr zwischen 5000 und 20.000 Todesfälle beklagen“, so Lauterbach.
Das große Problem: Nahezu nichts davon entspricht der Realität.
Noch nie gab es in Deutschland 20.000 Hitze-Tote – nicht einmal im Ansatz. 1994, als Deutschland von Ende Juni bis Ende Juli von Dauerhitze heimgesucht wurde, starben 10.100 Menschen in Verbindung mit Hitze – im heißesten deutschen Sommer aller Zeiten (2003) waren es 9500 Hitze-Tote, wie eine Studie des Robert-Koch-Institutes zeigt.

Lauterbachs Toten-Behauptung (orange) und die Realität (blaue Balken).
Und auch der zweite Teil von Lauterbachs Aussage, es gebe „jedes zwischen 5.000 und 20.000 Todesfälle“ erweist sich bei genauerem Hinsehen als frei erfunden: In 25 der vergangenen 31 Jahre gab es weniger als 5000 Hitze-Todesfälle, in 17 Jahren davon weniger als 2000. Lauterbach erfindet also zehntausende Hitzetote.
NIUS hatte das Bundesgesundheitsministerium gefragt, auf welche Daten-Grundlage Lauterbach seine Behauptungen stützt – trotz mehrfacher Nachfrage bekamen wir keine Antwort.
Rückgang der Sterblichkeit durch Hitze
Richtig ist, dass 2022 laut dem Robert-Koch-Institut (RKI) 4500 Menschen in Verbindung mit Hitze gestorben sind – auch die heißen Sommern 2018 (8700 Hitze-Tote), 2019 (6900) und 2020 (3700) gab es verhältnismäßig viele Todesfälle.
Jedoch kommen die Autoren der Studie zu dem Ergebnis, dass es mit Blick auf die vergangenen drei Jahrzehnte „insgesamt einen leichten Rückgang des Effekts von hohen Temperaturen auf die Mortalität“ gebe, obwohl „Hitzeereignisse nach wie vor eine bedeutende Bedrohung für die Gesundheit der Menschen in Deutschland darstellen“, wie es wörtlich heißt.
Heißt: Tote infolge von Hitzeereignissen sind ein relevantes Gesundheits-Thema, jedoch eines, das leicht zurückgeht. Weltweite Studien zeigen zudem, dass es weitaus mehr Kältetote als Hitzetote gibt, weltweit etwa zehn Mal so viele.
Dazu hört man vom Bundesgesundheits- und Panik-Minister Karl Lauterbach aber nichts. Darüber hinaus auch wenig einordnende Zahlen. Lediglich – wie gezeigt – erfundene Todeszahlen. Es scheint, als wäre das Thema Hitzeschutz für Lauterbach die Chance, das Meta-Thema Klimawandel für sich medial zu verwerten. Und um weiter in das Leben der Bürger eingreifen zu können.
Lauterbach will Veranstaltungen absagen dürfen

Gesundheitsminister Karl Lauterbach bei der Gesundheitsministerkonferenz.
Die Zahl von bis zu 20.000 Hitzetoten wäre in der Tat verstörend – wenn sie nicht in höchstem Maße unseriös wäre. Das rührt den Minister aber überhaupt nicht. Er will nach dem Vorbild Frankreichs bei großer Hitze unter anderem auch Veranstaltungen absagen dürfen.
In den sozialen Medien ging nun die Befürchtung um, Lauterbach würde mit der „Hitzestrategie“ ein neues Vehikel für Lockdowns wie in der Corona-Pandemie basteln. Aus Lauterbachs Plänen abzulesen ist das aber nicht. Die Absage von Veranstaltungen soll das schärfste Schwert sein. Im Fokus stehen Kälteräume, Hitzepläne für Pflegeeinrichtungen und Kliniken und Anrufe bei alten Menschen.
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Julius Böhm
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