„Deswegen doch zum richtigen Zeitpunkt“: Ricarda Lang verteidigt ihren Preis als „Aufsteigerin des Jahres“
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Jetzt verteidigt Ricarda Lang (Grüne) ihren angenommenen Preis direkt nach der Wahl-Klatsche!
Es sorgte für Kopfschütteln in Deutschland: Nach dem Absturz bei der Europawahl 2024 feierte Grünen-Chefin Ricarda Lang am nächsten Tag sich selbst. Sie ließ sich nämlich in der Hauptstadt zur „Aufsteigerin des Jahres“ küren. Mit Sekt feierte sie ausgelassen neben dem Kanzleramt ihren Preis. (NIUS berichtete).
Bei der Europawahl erlebten die Grünen eine schwere Wahl-Klatsche – ein Abstieg um 8,6 Prozent auf 11,6 Prozent der Wählerstimmen. Damit sind sie die großen Verlierer der Europawahl. 2019 wurde die Grüne Partei noch mit 20,5 Prozent zweitstärkste Kraft – jetzt sind sie auf Platz vier, hinter CDU, AfD und SPD!
Der Politkaward wurde vom Magazin „Politik & Kommunikation“ mit der „Quadriga Hochschule Berlin“ am 10. Juni im Tipi am Kanzleramt verliehen. Der Kanzleramtsminister Wolfgang Schmidt (SPD) überreicht Ricarda Lang den Preis.

Nach der Europawahl-Klatsche in bester Stimmung: Ricarda Lang (Grüne) feiert ihren Preis als „Aufsteigerin des Jahres“ in Berlin mit Gästen.
Auch SPD-Verteidigungsminister Boris Pistorius wurde am selben Abend als „Politiker des Jahres“ ausgezeichnet. Und das ausgerechnet nach der Mega-Pleite der Kanzlerpartei SPD und aller Ampel-Parteien. Die SPD erhielt bei der Europawahl nur noch 13,9 Stimmen.
„Deshalb doch zum richtigen Zeitpunkt ...“
Nachdem die Grünen-Chefin in sozialen Netzwerken und in den Medien dafür viel Kritik geerntet hatte, verteidigt Ricarda Lang sich nun auf Instagram.
Dort erklärt sie in einem Beitrag: „Gestern habe ich den Politik-Award als ‚Aufsteigerin des Jahres‘ bekommen.“ Der Preis zeichne „Politiker*innen und gesellschaftliche Initiativen aus, die sich in besonderer Weise verdient gemacht haben.“ Und weiter: „Deshalb ehrt mich dieser Preis selbstverständlich.“
„Auf der anderen Seite steht jedoch das Ergebnis der Europawahl von Sonntag, wo wir uns einen Aufstieg gewünscht hätten, der leider nicht eingetreten ist, im Gegenteil“, so Lang weiter.

So verteidigt sich Ricarda Lang (Grüne) auf Instagram.
„Der Kampf“ gegen Rechtsextreme sei „weiterhin wichtig“
Was Ricarda Lang „wichtig war“ und mir ihrer Rede „zum Ausdruck bringen wollte“ sei: „Dass wir jetzt auf keinen Fall aufgeben dürfen. Diese Probleme unserer Zeit – die Klimakrise, die soziale Ungerechtigkeiten und Angriffe auf unsere Demokratie – die sind immer noch da.“ Deshalb bleibe „der Kampf dagegen weiterhin so wichtig.“
Die Grünen-Politikerin: „Ich kann und möchte das politische Feld nicht den Rechtsextremen überlassen.“ Das Wichtigste sei, „dass man immer einmal mehr aufsteht, als man hinfällt. Und deswegen kam der Preis als Aufsteigerin des Jahres vielleicht doch zum richtigen Zeitpunkt.“

Lange Gesichter bei den Grünen kurz nach Bekanntgabe der Wahlergebnisse der Europawahl.
Heißt im Klartext: Ricarda Lang verteidigt tatsächlich ihren angenommenen Preis nach nur einem Tag des Wahl-Absturzes ihrer Partei mit ihrem Kampf gegen den Rechtsextremismus. Obwohl eine Mehrheit im Land die Grünen- und Ampel-Politik abgewählt hat, findet die Grünen-Chefin selbst, dass sie den Preis als „Aufsteigerin des Jahres“ verdient hat.
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