Deutsch-Polnische Grenze: Fast 100 illegale Einreisen am Wochenende
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- Über die Stadtbrücke zwischen Slubice und Frankfurt an der Oder sind allein am Wochenende fast 100 Migranten illegal ins Bundesgebiet gelangt.
- Die Mehrheit der Migranten sind Männer aus Ländern wie Afghanistan oder Syrien.
- Nancy Faeser lehnt stationäre Grenzkontrollen weiter ab.
Während des Wochenendes wurden bei Kontrollen in Frankfurt (Oder) fast 100 illegale Migranten gestellt. Die Bundespolizei gab an, dass sie zwischen Freitag und Sonntag mehrere Gruppen und Einzelpersonen kontrolliert und insgesamt 97 Menschen registriert hat, die unerlaubt eingereist sind. Die meisten dieser Menschen, im Alter von 17 bis 51 Jahren, kamen über die Stadtbrücke aus Slubice in Polen nach Frankfurt (Oder). Die Mehrheit der Eingereisten waren Männer aus Afghanistan, Bangladesch, Iran, Jemen und Syrien.
Nach der Kontrolle verließen zwei Personen das Bundesgebiet in Richtung Polen wieder, während zwei andere an die Berliner Ausländerbehörde übergeben wurden. Die restlichen Personen wurden zur Zentralen Ausländerbehörde ins brandenburgische Eisenhüttenstadt gebracht.
Die Bundespolizei berichtete, dass die Zahl der Menschen, die illegal über Polen nach Brandenburg einreisen, seit Januar deutlich gestiegen ist. Von Januar bis April wurden 2810 unerlaubte Einreisen an der brandenburgisch-polnischen Grenze registriert. Im Vergleich dazu waren es in den ersten vier Monaten des Jahres 2022 insgesamt 1805 Menschen, wobei diese Zahl auch unerlaubte Einreisen über den Flughafen BER einschließt.
Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) lehnt derzeit feste Grenzkontrollen an der deutsch-polnischen Grenze ab. Stattdessen plant sie die Schleierfahndung – das sind verdachts- und anlassunabhängige Personenkontrollen – zu verstärken und die Anzahl der Bundespolizisten an der Grenze zu erhöhen.
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