Diese 5 Köpfe verkünden die Wagenknecht-Partei
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Die politische Landschaft in Deutschland erlebt derzeit eine bemerkenswerte Veränderung. Sahra Wagenknecht, einstige Co-Bundestagsfraktionschefin der Linken, hat Schritte zur Gründung einer neuen Partei eingeleitet. Doch wer steckt hinter dieser Bewegung und wer finanziert das Projekt?
Am Montag kündigte Sahra Wagenknecht in Berlin die Gründung des Vereins „Bündnis Sahra Wagenknecht – Für Vernunft und Gerechtigkeit“ an. Die Gründung des Vereins dient der Vorfeldorganisation für die neue Partei.
Partei-Potenzial: bis zu 29 Prozent in Ostdeutschland
Laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur aus dem September könnten sich 20 Prozent der Befragten vorstellen, eine Partei unter Wagenknecht zu unterstützen. Dieses Ergebnis setzt sich zusammen aus 14 Prozentpunkten, die „eher ja“ sagten, und weiteren 6 Punkten, die ihre Unterstützung definitiv zusagten. Demgegenüber stehen 63 Prozent, die sich nicht vorstellen können, die Partei zu wählen, und 17 Prozent, die unentschlossen sind.
Besonders interessant ist, dass Wagenknechts mögliche Partei im Osten der Republik ein noch größeres Potenzial hat. In Ostdeutschland könnten sich beeindruckende 29 Prozent der Befragten vorstellen, eine Wagenknecht-Partei zu wählen, im Westen sind es 19 Prozent. Außerdem wäre laut einer INSA-Umfrage die Wagenknecht-Partei die stärkste Kraft in Thüringen. Besonderen Anklang scheint sie bei den Anhängern der Linkspartei zu finden, von denen 55 Prozent ihre Unterstützung signalisieren. Auch bei der Alternativen für Deutschland (AfD) soll es eine bemerkenswerte Schnittmenge an potenziellen Wählern geben.
Am Montag wird Wagenknecht die konkreten Partei-Pläne vorstellen.
Wer sind die Akteure hinter der Parteigründung?
1. Amira Mohamed Ali
Die Fraktionsvorsitzende der Linken und enge Vertraute von Wagenknecht hat sich entschieden, nicht mehr für den Fraktionsvorsitz der Linken zu kandidieren, da sie den aktuellen Kurs der Parteiführung nicht mehr vertreten kann. Ali kritisierte die menschenferne Klimapolitik und ihr fehlte es „an einem klaren Ja zu konsequenter Friedenspolitik“. Nun gehört sie zu den Gründern der Wagenknechtpartei.

Noch Fraktionsvorsitzende der Linken: Amira Mohamed Ali
2. Christian Leye
Der Bundestagsabgeordnete der Linken ist ein langjähriger Weggefährte von Wagenknecht. Leye gehörte zu den Mitunterzeichnern einer Erklärung, die den Vereinigten Staaten eine wesentliche Verantwortung für die russische Invasion der Ukraine im Jahr 2022 zuschreibt.

Langjähriger Weggefährte von Wagenknecht: Christian Leye
3. Lukas Schön
Der ehemalige Geschäftsführer der Linken in Nordrhein-Westfalen ist Politikwissenschaftler und bundesweit sonst eher unbekannt.

4. Ralph Suikat
Ein Neuling in der politischen Arena. Er gründete die IT-Firma STP, einem Unternehmen mit knapp 200 Angestellten und einem Jahresumsatz in zweistelliger Millionenhöhe. Suikat hat sich für höhere Steuern für Millionäre ausgesprochen, um „soziale Gerechtigkeit“ zu fördern.
„Wer sich mit der Welt der Reichen und Superreichen beschäftigt, erkennt schnell, dass es gravierende Missstände gibt: Man kann es kaum fassen, wenn Milliardäre wie Jeff Bezos und Elon Musk bei dreistelligen Milliardenvermögen Steuererleichterungen erhalten“, sagte er gegenüber dem Schwäbischen Tagblatt.

Unternehmer Ralph Suikat, Gründer der IT-Firma STP
Wer finanziert das Projekt?
Keine Parteigründung ohne finanzielle Mittel. Daran sollte es bei der Wagenknecht-Partei nicht scheitern, denn die namensgebende Politikerin gehört zu den Top-Verdienern der deutschen Politik. Im Abgeordnetenprofil des Bundestages wurden die Nebeneinkünfte von Sahra Wagenknecht offengelegt. Die Zahlen zeigen, dass die Abgeordnete der Linken in den Jahren 2021 bis 2023 beachtliche Nebeneinkünfte von 792.961,43 Euro erzielt hat. Ein großer Anteil davon kommt über den Verkauf ihrer Bücher. Zusätzlich kann man eine Zuwendung durch Suikat erwarten, der ein erfolgreicher Unternehmer ist.
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