Dorothee Bär wäre AfD am liebsten los: „Wenn man die Partei verbieten könnte, würde ich das natürlich machen“
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- Dorothee Bär hat sich für ein Verbot der AfD ausgesprochen.
- Die „Hauptschuld“ am Erstarken der Partei trage die Bundesregierung, sagte die stellvertretende CSU-Chefin.
- Hubert Aiwanger warf sie vor, ein „echtes Narrativ der AfD“ zu bedienen.
Die stellvertretende CSU-Vorsitzende Dorothee Bär wäre die AfD am liebsten los. „Wenn man die Partei verbieten könnte, wenn das so einfach wäre, würde ich das natürlich machen“, sagte Bär dem Spiegel. Die Bundesregierung trage die „Hauptschuld am Erstarken der AfD“, fuhr Bär fort. Es liege aber an allen demokratischen Parteien, den Menschen deutlich zu machen, dass es kein Protest sei, was die AfD mache.
In dem Spiegel-Gespräch verteidigte Bär auch die Aussagen von Claudia Pechstein beim CDU-Grundsatzkonvent in Berlin. „Das sind nicht die Themen der AfD. Das sind die Themen der Bürgerinnen und Bürger“, sagte Bär über die Kritik Pechsteins am Gendern. Pechstein hatte in ihrer Rede Abschiebungen abgelehnter Asylbewerber angemahnt, um für mehr Sicherheit im Alltag zu sorgen. So etwas sollte wichtiger sein, „als darüber nachzudenken, ob wir ein Gendersternchen setzen“, hatte die frühere Wintersportlerin gesagt.

Bär erklärte, das Gendern ärgere auch sie. „Es tut doch niemandem weh, zu sagen liebe Bürgerinnen und Bürger, aber man kriegt halt einen Schluckauf bei liebe BürgerInnen“, sagte Bär. Die CSU-Politikerin ergänzte, man dürfe „bestimmte Themen nicht der AfD überlassen“. Die Frage sei, wie man die Zahl der Asylbewerber senke. „Es ist ja nicht jeder, der kommt, ein Gehirnchirurg. Sondern es gibt natürlich auch Straftäter“, fuhr sie fort. Es helfe nicht, das Thema nicht anzusprechen.
Zudem kritisierte Bär den Auftritt des stellvertretenden bayerischen Ministerpräsidenten Hubert Aiwanger bei einer Demonstration gegen das Heizungsgesetz in Erding. „Ich kann mich nur den Worten der Ilse Aigner anschließen. Dass das natürlich nicht geht, zu sagen, wir holen uns unsere Demokratie wieder“, sagte Bär. „Das ist für mich ein echtes Narrativ der AfD.“ Aiwanger (Freie Wähler) hatte bei der Veranstaltung gesagt, „die schweigende Mehrheit dieses Landes“ müsse sich „die Demokratie wieder zurückholen“. Unter anderem Bayerns Landtagspräsidentin Aigner (CSU) reagierte darauf mit scharfer Kritik.
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