Einbürgerung statt Heimreise: Warum macht Merz das Gegenteil von dem, was Merkel versprochen hat?
Ein Beitrag von
Laut Ausländerzentralregister leben knapp eine Million Syrer (955.000) in Deutschland. Und obwohl der Diktator Baschar al-Assad im Dezember 2024 gestürzt wurde, wollen kaum Menschen zurück in ihr Land. Bisher liegt die Zahl der syrischen Heimkehrer gerade einmal bei 1.867.
Stattdessen steigen die Einbürgerungszahlen. Allein 2024 erhielten 83.150 Syrer einen deutschen Pass. Damit machten sie jede vierte Einbürgerung aus. In diesem Jahr meldet das Statistische Bundesamt sogar einen Zuwachs von 20 bis 40 Prozent. Das bedeutet: Im noch laufenden Jahr 2025 wurden bereits um die 50.000 Syrer eingebürgert.
Merkel 2016: „Wir erwarten, dass ihr in eure Heimat zurückgeht“
Damit tritt das Gegenteil von dem ein, was Ex-Kanzlerin Angela Merkel damals versprochen hatte. 2016 sagte sie:
„Nahezu keiner, der zu uns Kommenden bekommt einen Asylanspruch, sondern alle bekommen einen zeitweiligen Schutz nach der Genfer Flüchtlingskonvention oder aber einen subsidiären Schutz, der nochmal darunter liegt. Dieser Schutz der Genfer Flüchtlingskonvention ist auf drei Jahre befristet. Sie erinnern sich an den Jugoslawien-Krieg. Damals waren auch eine halbe Million Menschen zu uns gekommen. 70 Prozent davon sind wieder zurückgegangen. (…) Es ist ein temporärer Aufenthaltsstatus und wir erwarten, dass, wenn wieder Frieden in Syrien ist, dass ihr auch wieder in eure Heimat zurückgeht.“
Auch Friedrich Merz (CDU) versprach noch im Wahlkampf, diesem Weg zu folgen. Im Dezember 2024, nach dem Sturz des Assad-Regimes, sagte er über die Syrer in Deutschland: „Zwei Drittel arbeiten nicht. Das sind vorwiegend junge Männer. Von denen können viele zurück und müssen viele zurück.“ Man müsse ihnen klarmachen: „Ihr habt auf Dauer keinen Platz in Deutschland“, so der Kanzler im ARD-Magazin Bericht aus Berlin. Selbst vor dem Ende des Krieges hätte man bereits in den Norden des Landes abschieben können.
Doch nichts von dem, was Friedrich Merz noch vor wenigen Monaten ankündigte, passiert. Ganz im Gegenteil. Syrer – mit oder ohne Job, werden in steigender Anzahl in Deutschland eingebürgert. Merz trat an, um die Flüchtlingspolitik der Angela Merkel umzukehren. Nun sorgt er dafür, dass diese nicht nur weitergeführt wird – er ermöglicht es sogar, dass Menschen, die auf Zeit hierherkamen, dauerhaft bleiben dürfen.
„Deutschland ist eine Filiale von Syrien geworden“
Bei NIUS Live diskutierten am Dienstagmorgen Alexander Kissler und Birgit Kelle über die steigenden Einbürgerungszahlen. „Wer als Asylbewerber hier ist, der ist hier auf Zeit. Dessen Gastrecht hat ein Ablaufdatum“, so Kissler. Damals habe man Menschen aufgenommen, die Schutz vor Assad suchten. Dieser sei jetzt nicht mehr an der Macht und damit erlösche der Anspruch auf Asyl. „Deutschland ist gewissermaßen eine Filiale von Syrien geworden“, so der NIUS-Kolumnist.
„Die westlichen Länder agieren geradezu suizidal“
Birgit Kelle kommentiert: „Man merkt, wie die Gesellschaft damals systematisch belogen wurde. Es werden jeden Tag 250 Syrer in Deutschland eingebürgert und nur fünf verlassen freiwillig das Land und null werden abgeschoben. Das ist die Realität neun Jahre später und man kann nur sagen: Danke, Merkel“. Kissler fügt hinzu: „Frau Merkel war eine versierte Lügnerin. Das muss ich einfach so knallhart sagen.“ Die Politik der Ex-Kanzlerin habe Deutschland geschadet. Und eine Einbürgerung nach fünf Jahren komme dem Verschenken der Staatsbürgerschaft gleich.

Einbürgerungszahlen laut Statistischem Bundesamt
„Es zeigt, dass die westlichen Länder im Moment geradezu suizidal agieren“, so Birgit Kelle. „Syrer und Afghanen sind bei Gewaltdelikten und bei den Morden und bei den Sexualdelikten die führenden in den Polizeistatistiken. Und wen bürgern wir am meisten ein? Die Syrer und Afghanen.“ Statt Fakten anzuerkennen, lebe man im Paralleluniversum.
Die ganze Sendung NIUS Live:
Mehr NIUS:
Die skurrilsten Beschlüsse des Linken-Parteitags
Regierungs-Kommission fordert die AfD-Rente – die große NIUS-Analyse zu den 33 Empfehlungen
Bericht: Das will die AfD an deutschen Schulen und Universitäten verändern
Erst „faschistische Politik“ unterstellen, dann Reue bekunden: Linken-Chef bittet CDU um Entschuldigung
„Den Garaus machen“: Linke-Fanatiker ruft auf Parteitag zu Mord an Kapitalisten auf
33 Empfehlungen im Wortlaut: Das sind die wahren Pläne der Renten-Kommission
Neues Heizungsgesetz: Deutsche Umwelthilfe kündigt Klimaklage vor Bundesverfassungsgericht an
Neuer Linken-Chef Pantisano: Es gibt keinen Unterschied zwischen der CDU und den Faschisten
Mehr NIUS:
Erst „faschistische Politik“ unterstellen, dann Reue bekunden: Linken-Chef bittet CDU um Entschuldigung
„Den Garaus machen“: Linke-Fanatiker ruft auf Parteitag zu Mord an Kapitalisten auf
33 Empfehlungen im Wortlaut: Das sind die wahren Pläne der Renten-Kommission
Neues Heizungsgesetz: Deutsche Umwelthilfe kündigt Klimaklage vor Bundesverfassungsgericht an
Neuer Linken-Chef Pantisano: Es gibt keinen Unterschied zwischen der CDU und den Faschisten
Climate-Trouble: „Sie steckten mich in einen fensterlosen Raum“ – wie ein kritischer Professor aus seiner Universität gemobbt wurde
Kretschmer kritisiert AfD-Strategie: „Das bloße Ausgrenzen bringt nichts“
Aus Angst vor einer AfD-Regierung: Innenminister planen neue deutsche Sicherheitsarchitektur
Redaktion
Artikel teilen
Kommentare