Ex-Vizepräsident Mike Pence möchte US-Präsident werden
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- Trumps Ex-Vizepräsident Mike Pence möchte 2024 Präsident werden
- Hierfür müsste sich der Evangelikale zunächst gegen seine parteiinternen Gegner Donald Trump, Ron DeSantis und Nikki Haley durchsetzen
- Trump und Pence wird ein schwieriges Verhältnis nachgesagt
Der frühere US-Vizepräsident Mike Pence will Präsident der Vereinigten Staaten werden. Der Republikaner reichte am Montag die erforderlichen Unterlagen bei der Bundeswahlkommission ein, um sich für die Kandidatur seiner Partei bei der Wahl 2024 zu bewerben. Pence‘ offizielle Ankündigung der Präsidentschaftsbewerbung wird an diesem Mittwoch erwartet. Der 63-Jährige fordert damit auch seinen früheren Chef Donald Trump (76) heraus, der nach seiner Niederlage 2020 wieder antreten will. Von 2017 bis 2021 war Pence dessen Stellvertreter gewesen. Beiden wird inzwischen ein schwieriges Verhältnis nachgesgt.
Es wurde lange erwartet, dass Pence ins Präsidentschaftsrennen einsteigen würde. Über Monate befeuerte er öffentlich Spekulationen dazu, zuletzt zunehmend deutlich. Am Mittwoch – an seinem 64. Geburtstag – soll Pence dann dem Vernehmen nach offiziell über den Tag verteilt auf allen Kanälen seine Ambitionen für das höchste Amt im Staat vortragen: mit der Veröffentlichung eines Wahlkampfvideos, einem Auftritt im Bundesstaat Iowa und am Abend (Ortszeit) schließlich mit einer Bürgerfragestunde beim Fernsehsender CNN.
Mit seiner Bewerbung erweitert Pence das Feld der republikanischen Aspiranten. Die prominentesten darunter neben Trump: der Gouverneur von Florida, Ron DeSantis, und die ehemalige US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen, Nikki Haley. Weitere dürften folgen. Wer am Ende der offizielle Kandidat wird, entscheidet eine parteiinterne Vorwahl. Bei den Demokraten ist weniger Bewegung zu erwarten. US-Präsident Joe Biden tritt zur Wiederwahl an, und als Amtsinhaber dürfte er aus den eigenen Reihen kaum ernstzunehmende Konkurrenz im Wahlkampf bekommen.
Auf republikanischer Seite führt Trump das Bewerberfeld in Umfragen an. Pence liegt derzeit weit zurück. Durch seine Amtszeit als Vizepräsident hat er zwar einen hohen Bekanntheitsgrad, allerdings hat er mit schlechten Beliebtheitswerten zu kämpfen.
Pence versteht sich als klassischer Konservativer. Er ist tiefgläubig, spricht gerne und viel über Religion, pflegt das Image des braven Staatsdieners. Für Trump deckte der evangelikale Christ damals diese wichtige Wählergruppe ab. Pence unterstützt auch ein landesweites Abtreibungsverbot, welches vielen Evangelikalen wichtig ist.
Insbesondere nach den Ereignissen vom 6. Januar 2021 überwarfen sich Pence und Trump. Eine Anklage Trumps wegen des „Kapitolsturms“ lehnt er jedoch ab. „Das würde unheimlich spalten in einem Land und zu einer Zeit, in der das amerikanische Volk sehen will, dass wir heilen“, sagte Pence. Ebenso hält Pence die Anklage Trumps wegen einer Schweigegeldzahlungen an einen Pornostar ab. Insgesamt steckt der Republikaner in einem Dilemma: Einerseits muss er die Errungenschaften aus der gemeinsamen Regierungszeit mit Trump verteidigen, andererseits muss er sich von seinem alten Chef abheben.
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