Ex-ZDF-Moderator Herles: Habeck hat keine Anhänger, er hat Jünger
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Dieser Mann hat keine Lust auf Ruhestand!
Wolfgang Herles ist 73 Jahre alt und ein Öffentlich-Rechtliches-Urgestein: Als Moderator und Journalist arbeitete er über Jahrezehnte für ARD und ZDF. Jetzt rechnet er mit der Regierung ab! „Die da oben, die Regierung, die sind nicht unsere Erziehungsberechtigten, die sind nicht die Leute, die uns erziehen, sondern wir sind der Souverän. Wir erziehen die Regierung. Dazu müssen wir den Mund aufmachen. “
Seine Gedanken zu Vizekanzler Robert Habeck (Grüne): „Die Leute halten ihn für einen Intellektuellen, weil sie glauben, ihm beim Denken zuschauen zu können. In Wirklichkeit schauen sie dabei zu, wie er Blödsinn produziert“, so Herles bei „Schuler! Fragen, was ist“. Sein Habeck-Fazit: „Ein weithin überschätzter Mann, der aber sehr viel Macht hat und den Leuten das Leben schwer macht. Und die Habeck-Bürger, das sind nun die, die glauben, sie, sie könnten in den Grünen eine neue Art von Bürgerlichkeit entdecken. Das ist natürlich das Gegenteil von Bürgerlichkeit. Das ist auch das Gegenteil von liberal. Das ist eine antiliberale Religion, für die Habeck steht. Und die Habeck-Bürger sind die Jünger.“
Dass die Deutschen auf einmal mit selbst gesteckten Klimazielen die Welt retten wollen, erklärt Herles mit einem Blick in die Geschichtsbücher: Weil die Deutschen „der Welt so viel unendlich Schlimmes zugefügt“ hätten im letzten Jahrhundert, erleben wir nun den Versuch der Wiedergutmachtung. „Was wir heute erleben in dieser hochideologisierten Klimahysterie, das ist auch ein Reflex auf Vergangenheitsbewältigung, das ist die Auschwitzkeule anders herum. Die Selbstgeißelung macht Lust.“ Am Ende sei der deutsche Versuch, die Welt zu retten, nichts anderes als „vollendeter Größenwahn“.
Das ganze Gespräch mit Wolfgang Herles finden Sie hier:
Herles Überzeugung zum Thema Klimawandel: „Das Klima kann man weder beeinflussen, noch kann man es schützen. Das sagt übrigens Reinhold Mesner, der lange für die Grünen im Europäischen Parlament war, ganz sicher ein Urgrüner. Nein, das Klima kann man nicht schützen. Man kann den Menschen vor dem Klimawandel schützen. Das muss man auch machen. Die Zivilisation wird von den Apokalyptikern gefährdet, aber nicht von dem, was sich in der Natur abspielt.“
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Ralf Schuler
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