Exklusiv-Umfrage: Mehrheit der Deutschen gegen Ramadan-Beleuchtung
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Ausgerechnet in der Frankfurter Freßgass‘ wird mit einer Festbeleuchtung der islamische Fastenmonat Ramadan gefeiert. Auch Köln erinnert öffentlich an die muslimische Tradition.

Funkelnde Halbmonde zum muslimischen Fastenmonat in der Frankfurter Freßgass’.
Zeichen von Toleranz oder Kapitulation vor dem Islam? In einer repräsentativen INSA-Umfrage (1001 Teilnehmer) für NIUS wollten wir wissen, was die Deutschen über diese Art des öffentlichen Straßenschmucks denken: „Sind Sie (eher) dafür oder dagegen, dass deutsche Städte während des Ramadan festlich beleuchtet werden?“
Das klare Ergebnis: Die absolute Mehrheit von 51 Prozent spricht sich gegen eine festliche Beleuchtung deutscher Städte während des Ramadan aus. Lediglich 14 Prozent begrüßen dies. Allerdings geben auch viele Umfrageteilnehmer an, dass es ihnen egal ist, ob deutsche Städte in dieser Zeit festlich beleuchtet sind (29 Prozent). Drei Prozent wissen es nicht und weitere zwei Prozent wollen dazu keine Auskunft erteilen.

Hauchdünne Mehrheit von drei Prozentpunkten bei grünen Wählern
Besonders interessant ist, wie sich die Anhänger der politischen Parteien zur Ramadan-Beleuchtung verhalten. So gibt es bei den traditionell eher multikulturell argumentierenden Grünen lediglich eine hauchdünne Mehrheit von drei Prozentpunkten für den öffentlichen Ramadan-Schmuck (30 Prozent dafür, 27 Prozent dagegen). Bei der Linken halten sich Befürworter und Gegner (jeweils 30 Prozent) die Waage. Und auch bei den Grünen flüchten sich 37 Prozent der Befragten in die „weiß nicht“-Option.
Wähler der Freien Wähler (46 Prozent) sind knapp relativ-mehrheitlich und jene der FDP (51 Prozent), der Union (59 Prozent), des BSW (63 Prozent) und insbesondere der AfD (76 Prozent) jeweils absolut-mehrheitlich gegen eine öffentliche Beleuchtung deutscher Städte während des Ramadan. Wähler der SPD sind hierbei geteilter Ansicht (40 Prozent dagegen, 38 Prozent egal) und bei den Wählern der Linkspartei geben 35 Prozent an, dass es ihnen egal sei. Bemerkenswert ist darüber hinaus das klar unterschiedliche Votum zwischen Linkspartei und Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW). Während die Linke mit 30 Prozent die Ramadan-Beleuchtung unterstützt, halten 63 Prozent der abgespaltenen BSW nichts von dieser Art der Willkommenskultur (dafür: 8 Prozent).
Ablehnung steigt mit dem Alter
Auch wenn prinzipiell alle Altersgruppen jeweils mindestens relativ-mehrheitlich gegen eine festliche Beleuchtung deutscher Städte während des Ramadan sind, steigt dieser Anteil mit dem Alter der Befragten an (von 46 auf 62 Prozent). Eine Ausnahme bilden hier die 30-bis 39-Jährigen, welche mit 35 Prozent deutlich am seltensten etwas gegen eine solche festliche Beleuchtung haben. Entsprechend gegenläufig sieht dieser Alterstrend bei jenen aus, die eine solche Beleuchtung begrüßen (von 24 auf 4 Prozent).
Auffällig ist, dass Umfrageteilnehmer, die sich im politischen Spektrum rechts der politischen Mitte verorten, deutlich am häufigsten eine festliche Beleuchtung deutscher Städte in der Zeit des Ramadan ablehnen: 76 Prozent in dieser Befragtengruppe geben dies an. Bei den mittig Verorteten ist dies immerhin noch eine relative Mehrheit von 49 Prozent. Linksverortete sind nicht nur deutlich am häufigsten für eine solche Beleuchtung (27 zu 12 bzw. 6 Prozent), sondern auch insgesamt geteilter Ansicht, ob sie dies ablehnen (36 Prozent) oder es ihnen egal ist (35 Prozent).
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Ralf Schuler
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