FDP-Politiker fordern, Ampel-Koalition zu überdenken – Lindner erteilt Abfuhr
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Fünf Prozent bei der Landtagswahl in Hessen, drei Prozent in Bayern. Die Wahlergebnisse der FDP auf Landesebene sind aktuell so miserabel wie schon lange nicht. Eine klare Abfuhr der Wähler gegenüber der Ampel-Politik.
Landes- und Kommunalpolitiker der FDP haben jetzt die FDP-Bundestagsfraktion und den Bundesvorstand aufgefordert, die Reißleine zu ziehen. Sie haben in einem offenen Brief die Ampel-Koalition aus SPD, Grünen und FDP infrage gestellt. In dem Schreiben heißt es: „Die FDP muss ihre Koalitionspartner dringend überdenken“.
Insgesamt haben 26 Politiker aus Schleswig-Holstein, Rheinland-Pfalz, Bayern, Hamburg, Baden-Württemberg, Mecklenburg-Vorpommern und Nordrhein-Westfalen das Dokument mit dem Titel „Weckruf Freiheit!“ unterzeichnet.

Mit fünf Prozent ist die FDP nur ganz knapp in den hessischen Landtag eingezogen. FDP-Spitzenkandidat Stefan Nass ist sichtlich enttäuscht.
Die FDP verbiege sich „bis zur Unkenntlichkeit“
Vor allem die FDP sei von den Wählern für die Leistungen der Bundesregierung abgestraft worden. „Landtagsfraktionen, welche für die FDP-Bundespolitik selbst keine Verantwortung tragen, mussten erhebliche Verluste in Kauf nehmen.“ Die Partei verbiege sich in der Koalition bis zur Unkenntlichkeit, heißt es weiter. Die Unterzeichner warnen vor dem „drohenden Niedergang der einzigen liberalen Partei“ in Deutschland.
Es gebe aber Alternativen. „Wir fordern den Parteivorstand auf, sich mit diesen Alternativen ernsthaft auseinanderzusetzen und gegebenenfalls nach anderen Koalitionspartnern zu suchen, die für die Interessen Deutschlands und nicht für eine quasireligiöse Ideologie arbeiten.“
Bedeutet: Eine Koalition mit den Grünen ist Gift für die FDP!

Im Interview mit der Rheinischen Post sprach sich Lindner für einen Verbleib in der Ampel aus.
Weckruf bleibt unerhört. Linder erteilt Abfuhr
FDP-Chef Lindner hat sich inzwischen für einen Verbleib in der Ampelkoalition ausgesprochen. Der Rheinischen Post sagte er, dass er zu den Kompromissen und Entscheidungen der Ampel stehe. Solange das möglich sei, werde er dem Bündnis die Treue halten. Er betonte, dass es die Aufgabe der drei Parteien sei, permanent auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen.
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