Fetter Pensionssprung: Warum gerade jetzt alle Minister der Regierung durchhalten wollen
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Am Nikolaustag werden die Minister der Ampel-Regierung sicher ihre Stiefel rausstellen, denn schon zwei Tage später könnte es neben Schokolade, Nüssen und Mandarinen auch eine ganze Menge Steuergeld reinregnen ...
Deutschland steckt nach den Schulden-Tricks der Regierung, die ein vernichtendes Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur Folge hatten, tief in einer Finanzierungskrise: Der Haushalt 2023 ist ebenso gesperrt wie mehrere zig Milliarden Euro schwere Schattenhaushalte.
Immer mehr Menschen fragen sich: Warum zieht von den Verantwortlichen eigentlich niemand Konsequenzen aus dieser Misere und tritt zurück? Ein Grund könnte sein, dass der 8. Dezember für die Minister ein Datum mit Gold im Mund ist.
Durchhalten, abwarten, Ruhegeld kassieren
Am 8. Dezember sind Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD), sein Kanzleramtschef Wolfgang Schmidt und die 15 Minister exakt zwei Jahre im Amt. Just an diesem Tag werden sie genug Dienstzeit angesammelt haben, um 4660 Euro Ruhegehalt pro Monat sicher in der Tasche zu haben.
Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) ist bereits in seiner zweiten Amtszeit – er würde ab dem 8. Dezember bereits 5460 Euro Ruhegeld im Monat bekommen. Famlienministerin Lisa Paus (Grüne) müsste sich noch bis April gedulden, sie hatte erst am 25. April 2022 von Anne Spiegel übernommen.

Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) hat die vier Jahre längst voll und würde noch mehr Ruhegeld bekommen.
Im Bundesministergesetz steht zwar unter Paragraph 15, dass ein ehemaliges Mitglied der Bundesregierung Anspruch auf Ruhegehalt hat, „wenn es der Bundesregierung mindestens vier Jahre angehört hat“ – in Wahrheit greift nach zwei Jahren aber eine sogenannte „rechtliche Fiktion“, die aus zwei Jahren automatisch vier Jahre und somit 4660 Euro im Monat macht.
Denn weiter heißt es im Gesetz: „Bei einer Beendigung des Amtsverhältnisses (...) und einer ununterbrochenen Zugehörigkeit zur Bundesregierung von mehr als zwei Jahren gilt dies als Amtszeit von vier Jahren.“ Bei frühzeitigem Ausscheiden vor dem Alter der Regelarbeitszeit ist maximal ein Abschlag von 14,4 Prozent erlaubt.
Vorweihnachtliches Kassenklingeln
2020 wollte die FDP – damals in der Opposition – diesen Passus entfernen: „Dabei geht es nicht darum, die Arbeitsleistung der Bundesministerinnen und Bundesminister infrage zu stellen“, hatte der damalige Fraktions-Vize und heutige Fraktions-Chef Christian Dürr gesagt. Aber es sollte „genau wie für alle anderen Menschen, die arbeiten, gelten: Die Ansprüche auf Ruhegehalt müssen sich nach der Amtszeit richten“.
Der Entwurf zur Gesetzesänderung wurde mit den Stimmen aller anderen Fraktionen abgelehnt. In 16 Tagen wird der Schmerz darüber nicht allzu hoch sein für die FDP, denn dann klingelt die Kasse. Falls es die Ampel bis dorthin schafft, durchzuhalten ...
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