Filz-Affäre eskaliert: Weidel fordert Rücktritt von Keuter
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AfD-Chefin Alice Weidel drängt nach Angaben der Bild auf erste personelle Konsequenzen aus der parteiinternen Filz-Affäre. Demnach soll sie den stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden Stefan Keuter aufgefordert haben, seinen Posten im Fraktionsvorstand niederzulegen. Keuter weigere sich jedoch. Der Bundestagsabgeordnete Jan Wenzel Schmidt aus Sachsen-Anhalt soll nach Bild-Informationen sogar die Fraktion verlassen.
Hintergrund sind Vorwürfe rund um die Beschäftigung von Angehörigen und persönlichen Bekanntschaften in Abgeordneten- und Fraktionsbüros. Keuter soll dem Bericht zufolge seine Freundin im Bundestagsbüro beschäftigt haben, Schmidt wird parteischädigendes Verhalten vorgeworfen. In der AfD sorgen seit Wochen neue Enthüllungen über familiäre Verflechtungen und mögliche Begünstigungen auf Kosten öffentlicher Mittel für Streit.
Erstmals zeigt sich nach Darstellung der Bild auch ein führender Funktionär offen für eine externe Prüfung. AfD-Fraktionsmanager Bernd Baumann sagte der Zeitung: „Wenn die anderen Parteien bereit sind – auch innerhalb dieses vollends legalen Bereiches –, auch Liebes- und Verwandtschaftsbeziehungen bei ihren Fraktionsmitarbeitern zu untersuchen, dann können wir gerne über eine solche Gesamtuntersuchung reden.“ Damit stellt Baumann einen Sonderermittler nicht grundsätzlich infrage, macht aber eine Untersuchung aller Fraktionen zur Bedingung.
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