Flüchtlingsunterkunft geplant! Parkplatz vom Loki-Schmidt-Garten soll zur Zeltstadt werden
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Angesichts der anhaltend hohen Migrationszahlen, sucht Hamburg händeringend nach neuen Unterkünften. Wie die meisten Kommunen ist auch die Hansestadt an ihrer Kapazitätsgrenze, weshalb die Sozialbehörde nun mit drastischen Maßnahmen gegen die Unterbringungsnot vorgeht.
Wie die Hamburger Sozialbehörde mitteilt, sei eine ausgewogene Verteilung angesichts der angespannten Lage nicht mehr möglich, es könne keine Rücksicht mehr auf stark belastete Viertel genommen werden. Weiter teilt die Behörde mit: Proteste der Anwohner seien überflüssig, da auf diese nicht mehr eingegangen würde.

Wegen des akuten Platzmangels will der Hamburger Senat winterfeste Zelte in Parks und auf Festplätzen errichten.
Mit Zeltstädten gegen den akuten Platzmangel
Derzeit werden zahlreiche Immobilien und Flächen geprüft, um dort neue Unterbringungskapazitäten zu schaffen. Im Gespräch ist auch der Parkplatz am Loki-Schmidt-Garten, der zum Biozentrum der Universität Hamburg gehört. Für Ausflügler und gestresste Großstädter ist der Park ein beliebtes Ausflugsziel.
Jetzt prüft die Hamburger Sozialbehörde, ob am Loki-Schmidt-Park wintertaugliche Zelte errichtet werden können.
Der Loki-Schmidt-Garten ist ein bekannter botanischer Garten, der nach der Ehefrau von Ex-Kanzler Helmut Schmidt benannt wurde, die sich für bedrohte Pflanzen einsetzte und die Arbeit des Gartens zu ihren Lebzeiten unterstützte.

Besucher schätzen den Loki-Schmidt-Garten, um dort Ruhe und Erholung zu finden.
Hamburgs Aufnahmekapazitäten sind am Limit
Wie die Sozialbehörde weiter mitteilt, habe die Vermeidung von Obdachlosigkeit höchste Priorität, weshalb jede Fläche auf Tauglichkeit geprüft werde. Dazu zählen auch öffentliche Parks und Festplätze. Derzeit sind in Hamburg 98 Prozent aller Unterkünfte belegt, zeitnah auslaufende Mietverträge verschärfen die Situation. Für 3200 wegfallende Plätze muss Ersatz gefunden werden, weitere 3000 Plätze müssen neu geschaffen werden. Ende 2023 zählte die Behörde rund 48.000 Migranten. Während in den letzten Jahren überwiegend Ukraine-Flüchtlinge nach Hamburg kamen, machen Migranten aus anderen Ländern mittlerweile die Hälfte aller Asylanten in Hamburg aus.
Scharfe Kritik an den Plänen kommt von der CDU, die dem Hamburger Senat eine Bankrotterklärung attestiert. Obwohl zuletzt auch der SPD-geführte Senat ausdrücklich auf die überlastete Situation hinwies, ist derzeit kein Ende des Zustroms nach Hamburg in Sicht. Weder Bund noch Länder können Einfluss auf die derzeitigen Asylzahlen nehmen, um diese zu begrenzen, heißt es dazu aus dem Senat.
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