Flugblatt-Vorwürfe gegen Hubert Aiwanger: „Ein Freiflug durch den Schornstein in Auschwitz“
Ein Beitrag von
Hubert Aiwanger, bayrischer Vizepräsident und Bundesvorsitzender der Freien Wähler, sieht sich mit Rechtsextremismus- und Antisemitismus-Vorwürfen konfrontiert.
Die Süddeutsche Zeitung veröffentlichte am Freitagabend ein Flugblatt, das Aiwanger in der 11. Klasse verantwortet haben und dafür auch von seiner Schule, dem Burkhart-Gymnasium in Mallersdorf-Pfaffenberg, zur Rechenschaft gezogen worden sein soll. Das Schriftstück lobt unter der Überschrift „Bundeswettbewerb – Wer ist der größte Vaterlandsverräter?“ u.a. einen „Freiflug durch den Schornstein in Auschwitz“ als Preis aus. Es stammt aus dem Schuljahr 87/88, mehrere Personen bestätigten der Süddeutschen Zeitung, dass Aiwanger der Urheber sei. Ein Lehrer, der dem Gremium angehörte, dass den Fall aufarbeitete, sagte, man habe Aiwanger als überführt betrachtet, „da in seiner Schultasche Kopien des Flugblatts entdeckt worden waren“.
Aiwanger ließ den Bericht von einem Sprecher entschieden zurückweisen: er habe „so etwas nicht produziert“ und kündigte juristische Schritte „gegen diese Schmutzkampagne“ an.
Hier sehen Sie das Flugblatt, über das die Süddeutsche Zeitung berichtet:

„Melden Sie sich im Konzentrationslager Dachau zu einem Vorstellungsgespräch“ – Aiwanger bestreitet eine Beteiligung an dem Flugblatt
Das Flugblatt ruft zur Teilnahme an dem angebtlichen Wettbewerb für Vaterlandsverräter auf. Bewerber sollten sich „im Konzentrationslager Dachau zu einem Vorstellungsgespräch“ melden. Erster Preis sei ein „Freiflug durch den Schornstein in Auschwitz“, der zweite Platz gewinnt einen „lebenslänglicher Aufenthalt im Massengrab (Ort nach Belieben)“. Der 4. Preis erhält einen „einjährigen Aufenthalt in Dachau. (Freie Kost und Logie)“. Die Gewinner sollten noch im Laufe des Januars „abgeholt“ werden.
Die Parallelen und zur Massenvernichtung der Juden durch Hitler-Deutschland sind unverkennbar, das Vokabular ist nicht einmal eine Anspielung, sondern teilweise eine wortgleiche Übernahme der NS-Zeit. Laut Süddeutscher Zeitung sollte Aiwanger als Strafe ein Referat über die Nazi-Zeit halten.
Aiwanger ist seit 2018 bayerischer Wirtschaftsminister im Kabinett von Markus Söder (CSU). Aktuell befindet er sich im Wahlkampf, im Oktober stehen Landtagswahlen in Bayern an. In den letzten Wochen und Monaten erreichte er auch über das Bundesland hinaus Bekanntheit, weil er in Bierzelt-Reden immer wieder die Energie-Politik der Ampel scharf kritisierte.
Mehr NIUS:
Die skurrilsten Beschlüsse des Linken-Parteitags
Regierungs-Kommission fordert die AfD-Rente – die große NIUS-Analyse zu den 33 Empfehlungen
Bericht: Das will die AfD an deutschen Schulen und Universitäten verändern
Erst „faschistische Politik“ unterstellen, dann Reue bekunden: Linken-Chef bittet CDU um Entschuldigung
„Den Garaus machen“: Linke-Fanatiker ruft auf Parteitag zu Mord an Kapitalisten auf
33 Empfehlungen im Wortlaut: Das sind die wahren Pläne der Renten-Kommission
Neues Heizungsgesetz: Deutsche Umwelthilfe kündigt Klimaklage vor Bundesverfassungsgericht an
Neuer Linken-Chef Pantisano: Es gibt keinen Unterschied zwischen der CDU und den Faschisten
Mehr NIUS:
Erst „faschistische Politik“ unterstellen, dann Reue bekunden: Linken-Chef bittet CDU um Entschuldigung
„Den Garaus machen“: Linke-Fanatiker ruft auf Parteitag zu Mord an Kapitalisten auf
33 Empfehlungen im Wortlaut: Das sind die wahren Pläne der Renten-Kommission
Neues Heizungsgesetz: Deutsche Umwelthilfe kündigt Klimaklage vor Bundesverfassungsgericht an
Neuer Linken-Chef Pantisano: Es gibt keinen Unterschied zwischen der CDU und den Faschisten
Climate-Trouble: „Sie steckten mich in einen fensterlosen Raum“ – wie ein kritischer Professor aus seiner Universität gemobbt wurde
Kretschmer kritisiert AfD-Strategie: „Das bloße Ausgrenzen bringt nichts“
Aus Angst vor einer AfD-Regierung: Innenminister planen neue deutsche Sicherheitsarchitektur
Redaktion
Artikel teilen
Kommentare