Fraktionschef bedroht junge Abgeordnete: Renten-Rebellen werfen Spahn Einsatz von politischen „Folterwerkzeugen” vor
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Der Rentenstreit spitzt sich weiter zu und erreicht eine neue Stufe der Brisanz. Mitglieder der sogenannten „Renten-Rebellen“ aus der Jungen Gruppe der Union beklagen den Einsatz politischer „Foltermethoden“, mit denen die Abgeordneten zum Einlenken bewegt werden sollen.

Die Unionsabgeordneten Jens Spahn und Ronja Kemmer
Junge Gruppe wertet Spahns Aussagen als eindeutige Drohung
Nach NIUS-Informationen sollen in den Gesprächen mit den Abgeordneten der Jungen Gruppe seitens Fraktionschef Jens Spahn (CDU) politische „Folterwerkzeuge“ eingesetzt worden sein – etwa die Drohung mit dem Verlust von Listenplätzen, der Nicht-Wiederaufstellung im Wahlkreis oder dem Ende der politischen Karriere. Die Junge Gruppe wertet dies als eindeutige Drohung.
In den Bundesländern wächst derweil der Ärger über den Kanzler, der für Absprachen kaum noch zugänglich ist. Auch das Verhältnis des CDU-Chefs zum Generalsekretär Carsten Linnemann habe sich deutlich abgekühlt, heißt es.

Pascal Reddig (mitte, CDU), Vorsitzender der Jungen Gruppe der Union im Bundestag, sitzt zwischen den CSU-Abgeordneten Christian Moser (links) und Konrad Körner.
Die Fraktionsführung erklärte gegenüber der Bild, sämtliche Gespräche seien in freundlichem Ton verlaufen. Es sei üblich, über mögliche Konsequenzen und Szenarien zu sprechen. Den Einsatz von Drohungen weist die Führung zurück.
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