„Gab’s schon immer“, „Gott sei dank nichts passiert“: Das unglaubliche Interview von Herbert Reul zum Macheten-Terror in Essen
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Ein polizeibekannter Syrer hat am Wochenende mit Messer, Machete und Feuer die Stadt Essen in Angst und Schrecken versetzt, es gab 30 Verletzte, darunter vier schwerverletzte Kinder, zwei Wohnhäuser brannten. Die furchtbaren Bilder vom Samstag zeigen eindeutig: Es war Terror. Die Verharmlosung, die NRW-Innenminister Reul (CDU) in einem Interview zur Tat betreibt – einfach unfassbar.
NRW-Innenminister Reul gab den WELT-Nachrichten zum Terror in Essen ein Interview. Zum Feuer- und Macheten-Terror, zum erschreckend aggressiven Auftreten des Täters und zur akuten Gefährdungslage für die Bevölkerung der Stadt sagt er allen Ernstes: „Das gibt es immer schon. Das ist nicht neu, dass Menschen, weil sie private Rachegelüste haben, quasi Amok laufen. Und dass da alle Mittel eingesetzt werden, ist in der Vielfalt vielleicht neu. Aber sowas gab’s immer.“
Angriffe „wenn man erbost ist“, gab’s auch schon immer
Die Harmlos-Formulierungen gehen nahtlos weiter: „Angriffe auf den, über den man sich ärgert oder man erbost ist“, habe es ebenfalls „schon immer“ gegeben. Über den Täter sagt Reul lapidar: „Der war möglicherweise nicht nur familiär sehr angespannt, wahrscheinlich war der auch psychisch nicht hundertprozentig auf der Linie.“
„Viele Menschen haben Messer zuhause liegen“
Reul wird gefragt, was er darüber denkt, dass Bürger schon wieder mit einer Machete bedroht wurden. Der Reporter sagt: „Also, ich hab sowas nicht im Küchenschrank liegen.“ Er fragt Reul, ob ihm die neue Macheten-Gewalt Sorge bereite.
Der NRW-Innenminister entgegnet, ohne mit der Wimper zu zucken: „Nein. Das war immer ein Problem.“ Und der Nachsatz macht es nicht besser: „Oder ist jetzt besonders ein Problem, weil offensichtlich viele Menschen Messer und ähnliche Geräte, ja, nicht nur zuhause liegen haben, sondern auch mit sich rumschleppen. So. Und wenn sie mit sich rumgeschleppt werden, ist die Gefahr groß, dass sie genutzt werden.“

NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU)
Bis hierhin traut man schon den eigenen Ohren nicht, doch Reul setzt in Sachen Terror-Verharmlosung tatsächlich NOCH EINEN drauf! „Da ist ja Gott sei Dank nichts passiert“, fährt er in gutmütigem Großvater-Tonfall fort. „Das kann man ja sagen.“
30 Verletzte, darunter schwerverletzte Kinder – und der CDU-Innenminister sagt, es sei „nichts passiert“.
Reul erklärt dann noch, dass sowieso gar nicht der hochaggressive Macheten-Mann in Palästinenser-Farben das Gefährliche für Essens Bevölkerung war: „Das Gefährliche war der Brand.“ Und weiter in jovialem Tonfall: „Gut, derjenige, dem die Schaufensterscheibe kaputt gefahren wurde, findet es auch nicht lustig.“ Und dann noch mal die Bekräftigung: „Aber es ist ja Gott sei Dank nichts passiert.“
Hier können Sie das unglaubliche Interview sehen:
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