Ganz außen, ganz alleine: Das sagt AfD-Weidel zur Merz-Brandmauer und zu Sahra Wagenknecht
Ein Beitrag von
Die AfD steht ganz außen und ganz alleine …
Offiziell reden alle anderen Parteien von „Brandmauern“ zur AfD. Doch AfD-Chefin Alice Weidel hat längst klare Vorstellungen von möglichen Koalitionspartnern. Im Gespräch mit „Schuler! Fragen, was ist“ fordert Weidel die Union auf, ihre „Brandmauer“-Strategie zu beenden und etwa in Ostdeutschland Bündnisse mit der AfD einzugehen.
„Am ehesten käme natürlich die CDU in Betracht. Wir sehen, dass wir zusammen mit der Union in den Landtagswahlen teilweise eine Zweidrittelmehrheit haben. Und wir sehen auch ganz klar, dass die Bevölkerung eine Mitte-Rechts-Regierung haben möchte. Aber die CDU weigert sich beharrlich. Ich glaube, dass diese Verweigerungshaltung spätestens mit den Landtagswahlen in Ostdeutschland im nächsten Jahr aufgehoben sein wird.“
Das ganze Interview mit Alice Weidel sehen Sie hier:
CDU steckt in „strategischer Sackgasse“
2024 werde laut Weidel das Jahr, in dem die Union merke, dass sie umdenken müsse, „weil sie sich in eine strategische Sackgasse manövriert hat durch diese Brandmauer-Diskussion. Sie kann eigentlich nur mit der SPD oder dann mit den Grünen oder FDP regieren, also eigentlich immer nur linke Politik machen. Und das möchte aber die Bevölkerung nicht. Dadurch wird die AfD immer mehr Zulauf bekommen und das möchte ja auch der Friedrich Merz und die ganze CDU nicht. Dementsprechend muss die CDU strategisch umdenken. Und am besten wäre es, wenn sie sich vor allen Dingen in Ostdeutschland im nächsten Jahr öffnet, mit der AfD zu koalieren.“
Sie glaube allerdings nicht, dass CDU-Chef Friedrich Merz „der richtige Mann ist“, weil er „doch eine absehbare Halbwertzeit in der CDU haben wird“.
Auf die Frage, ob sie sich eine Kooperation mit der neuen Partei von Sahra Wagenknecht vorstellen könne, sagte Weidel: „Da müsste man reden. Ich würde das nicht ausschließen. Aber Frau Wagenknecht möchte ja nicht mit uns. Ich glaube auch nicht, dass das überhaupt spruchreif ist, weil sie sich erst einmal bewähren muss.“ Sie hat jetzt ja zunächst das linke Lager zerlegt, die linke Fraktion, die löst sich jetzt auf. Sie ist eigentlich dieser linken Bewegung komplett in den Rücken gefallen. Damit muss sie sich eben auch abfinden, dass ihr Illoyalität vorgeworfen wird. Und spätestens dann, wenn herauskommt, dass sie nicht mit der AfD möchte, und dann eben auch das regierungskritische Lager dadurch spaltet, wird sich das sehr schnell erledigt haben.

AfD-Chefin Weidel im Gespräch mit NIUS-Politik-Chef Ralf Schuler
Weidel zeigte sich zudem beeindruckt von dem Projekt Wagenknechts. „Ich finde das sehr mutig, was sie macht und dass sie auch den Mut hat, ihre eigenen Positionen dort zu vertreten, sich auch zu emanzipieren. Aber das, was wir momentan sehen von dieser Bewegung, ist eher Theorie, die sich in der Praxis noch bewähren muss. Und dann können wir gerne weiterreden.“
Mehr NIUS:
Der Knall von Karlsruhe: Was dieses Foto über den Zustand der Regierung verrät
Mehr NIUS:
Die skurrilsten Beschlüsse des Linken-Parteitags
Regierungs-Kommission fordert die AfD-Rente – die große NIUS-Analyse zu den 33 Empfehlungen
Bericht: Das will die AfD an deutschen Schulen und Universitäten verändern
Erst „faschistische Politik“ unterstellen, dann Reue bekunden: Linken-Chef bittet CDU um Entschuldigung
„Den Garaus machen“: Linke-Fanatiker ruft auf Parteitag zu Mord an Kapitalisten auf
33 Empfehlungen im Wortlaut: Das sind die wahren Pläne der Renten-Kommission
Neues Heizungsgesetz: Deutsche Umwelthilfe kündigt Klimaklage vor Bundesverfassungsgericht an
Neuer Linken-Chef Pantisano: Es gibt keinen Unterschied zwischen der CDU und den Faschisten
Mehr NIUS:
Erst „faschistische Politik“ unterstellen, dann Reue bekunden: Linken-Chef bittet CDU um Entschuldigung
„Den Garaus machen“: Linke-Fanatiker ruft auf Parteitag zu Mord an Kapitalisten auf
33 Empfehlungen im Wortlaut: Das sind die wahren Pläne der Renten-Kommission
Neues Heizungsgesetz: Deutsche Umwelthilfe kündigt Klimaklage vor Bundesverfassungsgericht an
Neuer Linken-Chef Pantisano: Es gibt keinen Unterschied zwischen der CDU und den Faschisten
Climate-Trouble: „Sie steckten mich in einen fensterlosen Raum“ – wie ein kritischer Professor aus seiner Universität gemobbt wurde
Kretschmer kritisiert AfD-Strategie: „Das bloße Ausgrenzen bringt nichts“
Aus Angst vor einer AfD-Regierung: Innenminister planen neue deutsche Sicherheitsarchitektur
Ralf Schuler
Artikel teilen
Kommentare