Graichen-Nachfolger: Grüner Phillip Nimmermann soll Staatssekretär werden
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- Philipp Nimmermann soll der neue Energie-Staatssekretär und Nachfolger von Patrick Graichen werden.
- Nimmermann ist Mitglied der Grünen und derzeit Staatssekretär des hessischen Wirtschaftsministers.
- Zuvor arbeitete der Finanzexperte bei einer Frankfurter Privatbank.
Philipp Nimmermann, bisher im hessischen Landesministerium aktiv, soll Habecks neuer Energie-Staatssekretär werden und damit Patrick Graichen ersetzen. Dies wurde am Montagmorgen offiziell vom Bundeswirtschaftsministerium bestätigt.
Vom Banker zum Politiker: Nimmermanns politische Karriere ist eher ungewöhnlich. Er ist kein Energieexperte, sondern kommt aus der Finanzwelt. Der promovierte Ökonom gab 2014 seinen Chefposten bei der Frankfurter Privatbank BHF auf, um erstmals Staatssekretär im Finanzministerium von Schleswig-Holstein zu werden.
In Schleswig-Holstein kreuzten sich die Wege von Nimmermann und dem heutigen Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne). Habeck war damals stellvertretender Ministerpräsident. 2019 zog es Nimmermann zurück in seine hessische Heimat.
Gelobt von Habeck: „Mit Philipp Nimmermann kommt ein erfahrener Staatssekretär mit ökonomischer Expertise, viel Verwaltungserfahrung und ein Kenner von politischen Prozessen ins BMWK. Er hat mehrfach bewiesen, dass er hochkomplexe Aufgaben stringent strukturieren kann, in einem politisch aufgeladenen Umfeld breit getragene Lösungen schaffen und mit seinem ökonomischen Verstand und seiner Kenntnis der politischen Debatten sofort in die Themen finden kann“, so Habeck in einer Pressemitteilung.
Ein Finanzexperte für die Energiewende?
Laut Tagesspiegel erwarte Habeck, dass Nimmermann einen frischen Blick habe und mit seiner Erfahrung die Energiewende, die Wärmewende und die Transformation vorantreiben werde. „Er weiß, wie sich politische Entscheidungen auf Menschen auswirken und weiß, wie man gemeinsame Lösungen findet“, betont Habeck.
Der ehemalige Banker ist außerdem ein Freund des „Green Finance-Cluster“. In einem Gespräch mit der FAZ erklärte er, das Banken auch Geld für nachhaltige Projekte bereitstellen sollten. „Nur Gewinn-Maximierung kann es nicht sein“, argumentiert Nimmermann, „man kann auch Gutes tun und Geld verdienen.“
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