Hans-Georg Maaßen, Chef der Werteunion: „Ich rede auch mit der AfD“
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- Hans-Georg Maaßen fiel bei Kanzlerin a.D. Angela Merkel als Präsident des Verfassungsschutzes in Ungnade. Unter CDU-Chef Friedrich Merz sollte er aus der Partei geworfen werden
- Jetzt ist Maaßen mit der Werteunion selbständig auf dem Parteimarkt unterwegs.
- Und er macht deutlich: Im bürgerlichen Lager gibt es für ihn keine Brandmauer. Und auch unüberwindbare Themen wie Migration könne man politisch schnell lösen – es fehle aktuell einfach nur der Wille.
Hans-Georg Maaßen (61) war Spitzenbeamter und fiel dann in Ungnade. Als Chef des Bundesverfassungsschutzes stand er eng im Austausch mit dem damaligen Innenminister Seehofer. Seitdem ist viel passiert – die Migrationskrise hat sich zugespitzt. „Aber der politische Wille fehlt“, kritisiert Maaßen die Ampel. „Ich habe selbst Rückübernahmeabkommen ausgehandelt, insbesondere in Vietnam in den 90er Jahren. Es geht, man muss es nur wollen.“

Maaßen im Gespräch mit Ralf Schuler
Herkunftsländer brauchen klare Kante
„Man kann auch als Deutschland zeigen, dass man sich nicht alles bieten lässt von den Herkunftsländern“, fordert der promovierte Jurist. Man müsse einfach klar sagen: Wenn ihr eure Staatsangehörigen nicht zurücknehmt, dann gibt es auch keine Zuwendungen mehr. Man könne den Luftverkehr einstellen, „wenn man Politiker hat, die ein Gesäß in der Hose haben“.

„Brandmauer aus meiner Sicht undemokratisch“
Maaßen sagte im Interview auch das, was die etablierten Parteien allenfalls heimlich denken würden: „Ich bin auch zu einer Zusammenarbeit mit der AFD bereit.“ Dabei gebe es für den Parteichef klare Voraussetzungen, jedoch keine Brandmauer. „Eine Brandmauer ist aus meiner Sicht undemokratisch, in einer freiheitlichen Gesellschaft muss jeder mit jedem reden können und ich rede auch mit der AFD, ich rede aber auch mit der Partei 'Die Linken'. Das muss eigentlich auch das Selbstverständnis eines Demokraten sein: mit jedem zu reden.“
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