Harte Debatte bei „Stimmt!“: Ex-Grüne, Wirtschaftsexperte und Gründer der Klimaunion streiten über Verkehrswende!
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Verkehrswende ist für die einen der notwendige Schritt gegen den Klimawandel, für die anderen ein Reizwort, das mit Verzicht und unpünktlichen Bahnen assoziiert wird. Im Nachrichten-Talk „Stimmt!“ diskutieren der Mitgründer der KlimaUnion, Heinrich Strößenreuther, Ex-Grünen-Politikerin Antje Hermenau und Wirtschaftsexperte Marc Friedrich schonungslos miteinander.
Strößenreuther, der selbst als Klimaaktivist bekannt wurde, möchte die Menschen „von der Straße locken“. Mit besseren, sicheren Radwegen und mit einem überzeugenden öffentlichen Verkehrsangebot. Das Wort Verkehrswende sieht er kritisch, da es ein „schnelles energetisches Manöver“ beschreibt. „Eigentlich geht es um Verkehrsreform“, sagt er im Stimmt-Talk.
Verkehrspolitik wird von Großstädtern gemacht
Er verstehe, dass der Kulturkampf, der um dieses Thema entbrannt ist, dem Inhalt der Sache nicht förderlich ist. Das läge vor allem auch daran, dass ein großer Teil der Bevölkerung bei den Transformationen nicht mitgedacht werde: „Die ganze Verkehrspolitik, die wir haben, ist immer von Großstadtmenschen geführt“.
Seiner eigenen Partei, der CDU, attestiert er Verschlafenheit. Dennoch glaubt Strößenreuther, dass der Wandel auf der Straße passieren wird, das E-Auto sei ein wichtiger Teil davon.

Sind Autos wie dieser elektrische Bulli von VW die Zukunft?
„E-Auto ist ein Luxusgut!“
Bestsellerautor Marc Friedrich widerspricht. „Das E-Auto ist ein Luxusgut“, sagt er im NIUS-Talk. Der Absatz sei rapide gesunken, weil der Wert-Verlust „massiv ist“. Der vorherige Boom lasse sich allein auf die Subventionen zurückführen. Besonders kritisch sieht Friedrich die Gewinnung der Rohstoffe, die für die Batterie benötigt werden. „E-Mobilität gleich Klimaneutralität ist eine Lüge!“, so Friedrich. „Bisher bedeutet Klimaneutralität für uns alle vor allem mehr Kosten“.
Bus und Bahn seien für den Wirtschaftsexperten aktuell keine Option. „Von den letzten 10 Bahn-Fahren sind 10 schiefgelaufen. Der Staat ist ein schlechter Unternehmer.“ Statt also mehr auszubauen, solle sich der Staat eher zurückziehen. Hinzu käme die Kriminalität an und um Bahnhöfen. „Viele fühlen sich in den Öffentlichen nicht mehr sicher“.
Ex-Grünen-Politikerin Antje Hermenau ist vor allem eines wichtig: „Wenn sie wollen, dass man Umweltfragen ernst nimmt, darf es nicht auf Kosten des Wohlstands gehen!“ Denn es sei ganz klar: „Nach Brecht: erst das Fressen, dann die Moral!“
Die ganze Folge „Stimmt!“:
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