Der ideologische Wetter-Sommer: Warum Waldbrände die neuen Bilder von Bergamo sind
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Beim Klima passiert gerade dasselbe wie während Corona: Mit furchterregenden Bildern wird die Bevölkerung in Angst versetzt, damit sie ihr Verhalten ändert, tut, was Regierende für richtig halten. Und doch ist etwas anders als zu Pandemie-Zeiten: Wenn Tagesschau und heute journal von einer brennenden Erde fabulieren, während Deutschland wochenlang unter Regenschleiern verschwindet, merkt auch der Letzte: Wir werden verarscht. Die Lüge ist so offenkundig wie nie.
Eine Hitze-Landkarte, auf der Deutschland lavafarben glüht. Fotos, die von lebensbedrohender Trockenheit und klimainduzierten Waldbränden erzählen sollen. Räuberpistolen von Omas, die auf überhitzten Böden verglühen, sobald sie hinfallen. Die Klima-Berichterstattung hat ihre eigenen Bilder von Bergamo, und wie schon zur Corona-Zeit dienen auch sie dem selben Ziel: Die Bevölkerung in Angst zu versetzen, um sie dazu zu bringen, ihr Verhalten zu ändern.
Wie schon zur Corona-Zeit wird den Menschen erzählt: Änderst du dein Verhalten, kannst du menschnliches Leid verhindern. Wie schon zur Corona-Zeit, als von einer Überlastung des Gesundheitssystems und Triage gepanikt wurde, während das Divi-Intensivregister eine konstante Auslastung der Intensivstationen anzeigte, wird auch hier mit objektiv überprüfbaren Falschinformationen gearbeitet.
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Wie bei Corona: Mit Falschinformationen wird Panik verbreitet!
So warnen zahlreiche Medien und politische Insititutionen, von „Leschs Kosmos“ bis hin zur Tagesschau vor Trockenheit und Dürre in Deutschland, die der Klimawandel mit sich bringe. Das Helmholtz-Zentrum präsentiert seit einiger Zeit in seinem Dürremonitor jeden Tag umfassende Daten zur Bodenfeuchtigkeit in ganz Deutschland
Was direkt auffällt: die drastische Farbwahl des Grafik. Die leichteste Stufe der Dürre, die als „ungewöhnlich trocken“ bezeichnet wird, erscheint in einem knallgelben Farbton. Die fünfte Stufe der Dürre wird in einem dunklen rostigen rotbraun dargestellt, mit dieser Farbe sind weite Teile Deutschlands eingefärbt. Der Dürre-Monitor sieht dramatisch aus – ein erster Blick suggeriert, dass Deutschland eine Wüste ist und wir dem Untergang geweiht sind.

Der Dürre-Monitor des Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung
Dabei zeigt der Blick in die Daten: Die mittlere jährliche Niederschlagsmenge in Deutschland steigt! Laut Umweltbundesamt seit 1881 um rund 7 Prozent zugenommen hat.
Der Klimawandel soll Ernteerträge drastisch reduzieren, heißt es immer wieder, zahlreiche Hungersnöte sind zu erwarten. Dabei steigt die weltweite Ernte seit vielen Jahren, wie ein Erntebericht des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft zeigt.

Auch Bilder von Waldbränden in Südeuropa werden oft zur Panik-Verbreitung eingesetzt. Ende Juli stand unter anderem die griechischen Inseln Rhodos und Korfu in Flammen. Zumindest laut einhelliger Meinung der meisten Medien. Als deutscher Fernsehzuschauer bekam man den Eindruck, die ganze Insel stehe in Flammen.

Auch ein einfacher Blick in die Daten entkräftet die Geschichte von immer häufiger auftretenden Feuern: Waldbrände in Griechenland werden immer seltener, sowohl in Zahl wie an der Fläche. Das zeigt ein Bericht der Europäischen Kommission zu Waldbränden in verschiedenen Teilen der Erde. Mehr noch: In ganz Südeuropa ist die Zahl der Waldbrände seit Jahrzehnten rückläufig.
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Links: die in Griechenland durch Waldbrände verbrannte Fläche in Hektar. Mitte: Anzahl der Brände. Rechts: durchschnittliche Größe eines Feuers.
Ab Mitte Juli zog eine Kältewelle über Deutschland, die auch Heute Journal und Tagesschau nicht wegreden konnten. Selbstverständlich gelang sämtlichen Sendungen trotzdem der Schwenk zum aktuellen Lieblingsthema, dem Klimawandel. Beispielsweise in den Tagesthemen, in denen der Meteorologe Karsten Schwanke zunächst erklärte , dass der vergangene Tag ein ziemlich kalter mit bis zu 37 Litern Niederschlag pro Quadratmeter war, und dass es in Europa zwei bis drei Grad kälter ist „als normal“ sei. Kurz darauf wiegelte er ab: „Das kann aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass die blauen Flecken auf der Erdoberfläche immer seltener zu sehen sind, weil es immer mehr zu warme Gegenden gibt.“
Der Juli 2023, erklärt der Wetterexperte, sei laut Weltorganisation für Meteorologie der heißteste Monat seit Beginn der Aufzeichnungen. Dabei ist die „globale Mitteltemperatur“ ein reines Modell-Kontrukt mit wenig Aussagewert für einzelne Regionen auf der Erde. Zudem unterliegen Temperaturen und demenstprechend ihre Summen hohen Messabweichungen. Der folgende Schwenk aufs Wetter in Deutschland glich dann einer Realsatire: Schauer, Regen, eine Wolkendecke, die sich über das gesamte Bundesgebiet erstreckt. Eine Diskrepanz, die keiner der Verantwortlichen wahrzunehmen scheint.
Durchschnittstemperaturen seit acht Jahren nicht gestiegen
Auch eine Szene in der Talkshow Lanz reiht sich in die Panik-Desinformations-Reihe zum Thema Klima ein. „Können wir bitte einmal sagen, dass das faktisch falsch ist?“, forderte die Neurowissenschaftlerin Maren Urner am 13. Juni bei Markus Lanz. Was war passiert? Der Moderator hatte FDP-Fraktionsvize Kunstantin Kuhle auf eine Aussage des Umweltökonomen und FDP-Klimareferenten Steffen Hentrich angesprochen, der gesagt habe, dass es in den letzten Jahren global kaum wärmer geworden sei. Konstantin Kuhle distanzierte sich sogleich und auch Markus Lanz antwortete auf Urners Einwand: „Das ist ja klar.“
Aber ist das wirklich so klar? Nein, der Umweltreferent hat tatsächlich recht: Laut offiziellen Daten der US-Raumfahrtbehörde NASA zum Klimawandel hat die Durchschnittstemperatur im Jahr 2022 den Wert von 2015 nicht überstiegen.

Die Lüge ist so offenkundig wie nie
Doch es gibt noch weitere Parallelen zwischen Corona und Klima, und sie sind deutlich unmitttelbarer als Tabellen, Zahlen und Fakten: Wie schon zu Pandemiezeiten, steht die Berichterstattung in krassem Widerspruch zur Lebensrealität der Menschen. Kaum jemand kannte jemanden, der nicht vorerkrankt oder sehr alt war und ernsthafte Probleme mit einer Corona-Erkrankung hatte.
Nur, dass es nun beim Wetter aka Klima noch einen Funken offensichtlicher ist. Denn wenn Tagesschau und heute journal von einer brennenden Erde fabulieren, und der Blick aus dem Fenster wochenlang nichts als Regen zeigt, merkt auch der Letzte: Ich werde gerade verarscht. Die Lüge ist so offenkundig wie nie.
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