Zwischen Drag-Queens, Hundemasken und Linksextremisten: Der große NIUS-CSD-Report 2025
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Mit den Rechten von Minderheiten haben der Christopher Street Day und seine Paraden nichts mehr zu tun. Es sind Paraden mit Linksextremen, Fetischisten in Hundemasken und Männern, die sich gerne vor Kindern entblößen. Den „Schutz“ der Aufzüge übernehmen derweil Islamismus-nahe kommunistische Gruppen. NIUS gibt einen Überblick über die diesjährigen „bunten“ Aufmärsche der vermeintlich liberalen und extremen Linken.
Es ist kaum noch zu übersehen. Die Paraden in Erinnerung an den schwulen und lesbischen „Stonewall-Aufstand“ von 1969 in der Manhattaner Christopher Street haben sich gewandelt. Die Outfits sind knapper, sexueller und vor allem fetischorientierter geworden. Viele Teilnehmer bekennen sich mit Antifa-Fahnen oder Symbolen der Sowjetunion zudem zum Linksextremismus, aus dessen Reihen sich auch der „Schutz“ der Aufzüge organisiert.

Neben einer sogenannten Drag-Queen sieht man auf dem Berliner CSD Antifa-Fahnen und „Lesben gegen Weidel“-Plakate.
Mindestens in Berlin, Bautzen, Bad Freienwalde, Falkensee, Köln, München, Freiburg, Leipzig, Parchim, Oldenburg, Saarbrücken und Wittenberg zeigten Teilnehmer der Paraden dieses Jahr Antifa-Fahnen oder an diese angelehnte Varianten mit schwulem oder lesbischem Flair.

Auf dem Kölner CSD schwenkten die Teilnehmer eine Antifa-Fahne.

Auch auf dem Freiburger CSD ist die Antifa am Start – der jährliche Auftritt der örtlichen Antifa-Gruppe hat unter Linksextremisten Kultstatus.

In München ist die Antifa-Fahne Teil des CSD.

Perücken und Antifa-Fahnen gab es auch auf dem CSD in Bad Freienwalde.
Regenbogenfahnen mit Hammer und Sichel
Der Grund hierfür scheint klar: Die extreme Linke möchte sich durch die suggerierte Nähe zur Schwulen- und Lesbenbewegung einen liberalen Anstrich verpassen. Derweil tritt in „diesen Zeiten“ (Kai Wegner), in denen „CSDs immer mehr unter Druck geraten“ (Tagesschau), zusehends der autoritäre Charakter dieser Bemühungen zutage.
Beim CSD in Bautzen forderten Teilnehmer beispielsweise „Free Maja“. Beim CSD in Leipzig organisierten Antifa-Gruppen eigens einen „Free Maja“-Wagen. Dem Linksextremisten Simeon T., der sich selbst Maja T. nennt, wird zur Last gelegt, einen Teilnehmer der rechtsradikalen Gedenkveranstaltung „Tag der Ehre“ 2023 in Budapest mit einer Gruppe Linksextremer hinterrücks angegriffen und am Boden liegend mit Pfefferspray und Schlagstöcken malträtiert zu haben.

Am Leipziger CSD nimmt das „Antifaschistische Aktionsnetzwerk“ mit einem eigenen „Free Maja“-Wagen teil.

Beim CSD in Bautzen fordern Linksextremisten die Freilassung des Gewalttäters Simeon T.
Vermummte Teilnehmer des CSD in Berlin präsentierten dieses Jahr eine an die sogenannte Transgender-Fahne angelehnte Flagge mit Hammer und Sichel. Bei einem „inoffiziellen“ CSD im mecklenburgischen Parchim gingen Teilnehmer mit einem Transparent mit Hammer und Sichel auf rotem Grund voran. Beim CSD in Karlsruhe posierte der Jugendverband „Solid“ der Linkspartei mit mehreren Regenbogen-Pappschildern mit Hammer und Sichel, eines davon im Design der Fahne der DDR.

Die Jugendorganisation „Solid“ der Linkspartei in Karlsruhe posiert zum örtlichen CSD mit Regenbogenfahnen mit Hammer und Sichel und der Symbolik der DDR.

In Berlin zeigen Linksextreme am Rande des CSD die sogenannte Transgender-Flagge mit Hammer und Sichel.

Bei einem „inoffiziellen“ CSD in Parchim gehen Linksextremisten mit Hammer-und-Sichel-Transparent voran.
Auch die Nähe zum Islamismus kam nicht zu kurz. Auf der „Internationalist Queer Pride“ in Berlin warfen die Teilnehmer Israel einen „Genozid“ an den Palästinensern vor und forderten mit „Death to the IDF“ den Untergang der israelischen Armee. Auf dem Kölner CSD trugen Teilnehmer in Palästinensertüchern ein Transparent mit dem Spruch „Queers 4 Palestine“ mit sich – vermutlich Mitglieder der gleichnamigen linksextremen Gruppe. Homosexualität steht in Palästina – wie in fast allen arabisch-muslimischen Ländern – unter Strafe.

In Köln trommelt die „queere“ Gruppe „Queers for Palestine“ für Palästina.

Der „Platz“ hinter dem „Free Maja“-Wagen in Leipzig ist „der Zivilgesellschaft vorbehalten“, ordnete die Antifa im Voraus an. Auch die örtlichen „Omas gegen Rechts“ teilten den Post.
„Queer Pride“ mit Kopftuch und trotzkistischem Machtanspruch
Bei der „Internationalist Queer Pride“ in Berlin traten auch gleich die Veranstalter offen linksextremistisch auf – was bei den „offiziellen“ CSDs eher nicht die Regel ist. Für den „antikolonialen, antirassistischen, antikapitalistischen Freiheitskampf“ gab man die Parole aus: „Niemand von uns ist frei, solange nicht alle frei sind!“ Auch Frauen mit Kopftuch nahmen an der „queeren“ Parade teil.

Teilnehmer der „Internationalist Queer Pride“ in Berlin tragen Kopftuch und Palästinensertücher.

Teilnehmer der „Internationalist Queer Pride“ wünschen sich auf einem Transparent den „Tod der IDF“, der israelischen Armee.
Der totalitäre Aufzug fiel dieses Jahr durch seine besonders bizarren Regeln hinsichtlich der „Block“-Organisation auf. So gab es einen „Covid Safety Bloc“, einen „Palestine Bloc“, einen „Antifa Bloc“, „Anarchist Bloc“, „D.R.A.G. Bloc“, „Queer Afghanistan Bloc“, „Whore Bloc“ [dt. „Huren Block“], „Tea Cups Trans* Bloc“, „Queer Swana and Arab Bloc“, „Dalit Queer Bloc“, „Queer Anti-Imperialist Asian Bloc“, „Queer Vegan Liberation Bloc“ usw.
Teils war nicht einmal ersichtlich, was die Blöcke „repräsentieren“ sollten. Das Bedürfnis nach Segregation und Einteilung nach Gruppen aber war offenbar immens.

Die Aufstellung der „Blöcke“ der „Internationalist Queer Pride“ auf der sogenannten „Block-Karte“ ist nur noch bedingt nachvollziehbar.
Tätlicher Angriff auf CDU
Dass bei den Aufzügen in Bezug auf den Christopher Street Day Linksextreme den Ton angeben, haben dieses Jahr insbesondere Konservative und Liberale zu spüren bekommen, die sich – trotz der offensichtlichen politischen Stoßrichtung – dennoch an den Aufmärschen beteiligen wollten.

Am Rande des Saarbrücker CSDs fordern Antifa-Gruppen: „Nazis jagen.“ „Antifaschisten“ müssten „queeres Leben“ verteidigen.
Auf dem Berliner CSD attackierten mutmaßlich Linksextremisten den Wagen der Lesben- und Schwulenunion. Die „queerpolitische“ Sprecherin der CDU-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus, Lisa Knack, erklärte, sie sei angespuckt worden. Eine andere Person habe einen Faustschlag ins Gesicht bekommen und einen Bluterguss davongetragen.
Selbst die Veranstalter mussten danach zugeben, dass sie die Ideologie der Angreifer grundsätzlich teilten, lediglich die Form ihrer „Kritik“ ablehnten. In einem Statement, in dem sie den Angriff verurteilen, schreiben sie relativ zu Beginn: „Wir wissen: Sachliche Kritik an der CDU ist vielfach berechtigt.“

Die Lesben- und Schwulenunion trällerte auf dem Berliner CSD für „Vielfalt“, wurde aber dennoch angegriffen.
Ausschluss der FDP
Ließ der Berliner CSD die Union trotz „Ablehnung des Selbstbestimmungsgesetzes“ oder fehlender „Aufnahme queerer Menschen ins Grundgesetz“ zumindest noch mitlaufen, ging man beim Bremer CSD einen Schritt weiter. Dort schlossen die Veranstalter die FDP gleich vorab vom Umzug aus.
Als Grund nannte der CSD einen Antrag der Partei in der Bremer Bürgerschaft von Juli 2024. Darin forderte die Fraktion, die Verwendung des Gendersternchens in der behördlichen Kommunikation und in Schulen zu verbieten. Die Zustimmung zum Selbstbestimmungsgesetz oder das Tragen von Regenbogen-Socken im Parlament gerieten der Partei offenbar nicht zum Vorteil.

Marie-Agnes Strack-Zimmermann (FDP, rechts) fordert mit einem „Can’t Fight Pride“-T-Shirt auf dem CSD in Köln mehr „Vielfalt“ für Europa, hinter ihr Karl Lauterbach (SPD), daneben Claudia Roth (Grüne).
Verbot von Davidsternen
Noch radikaler war der Ausschluss, den ein sogenannter „Dyke Marsch“ in Berlin formulierte. „Dykes“ sind Lesben, die sich als besonders männlich und unweiblich inszenieren. Auf ihrem exklusiven Umzug untersagten sie das Mitführen von Regenbogenfahnen mit Davidsternen.
Als Begründung führten sie an, dass sie unter anderem die „Re-Traumatisierung von palästinensischen und arabischen Queers“ verhindern wollten. Palästinafahnen und Palästinensertücher waren dagegen explizit „willkommen“. Auch der „Dyke Marsch“ in Berlin folgte dem der Logik nach trotzkistischem Motto: „No pride for some of us – without liberation for all of us“

„Dykes“ sind sich bewusst männlich gebende Lesben – auch sie schwenken die Antifa-Fahne.
Offen zur Schau gestellte BDSM-Requisiten
Aber nicht nur die politische Ausrichtung der einst liberalen Paraden hat sich geändert. Auch das, was deren eigentliche Protagonisten fordern oder darstellen, hat nichts mehr mit Rechten von Schwulen und Lesben zu tun. Auffällig in den Vordergrund getreten sind auf CSDs sogenannte BDSM-Kostüme, wie die in der Regel von Männern getragenen, ledernen, oftmals schwarzen Hundemasken.
BDSM (grob „Bondage & Discipline, Sadism & Masochism“) bezeichnet eine Gruppe von Sexualpraktiken, die Unterwerfungs- oder Dominanzrituale sowie Fessel- und Rollenspiele umfassen. Teil davon: die Hundemasken. Ursprünglich benutzt im sogenannten „Petplay“ – einer Praktik, in der Menschen so tun, als seien sie Tiere – tragen die Masken heute unzählige Männer auf den CSD-Aufzügen.

Sogenannte „Puppies“, das heißt Hundefetischisten, posieren auf dem CSD in Hannover.

Dieser Mann mit Hundefetisch hat auf dem Berliner CSD einen wollenen „Knochen“ im Mund.

Auf dem CSD in Freiburg tragen sogenannte „Furries“ auch Tiermasken mit Fell.

Anhänger der Bewegung „Don’t Procreate“ werben auf dem Berliner CSD dafür, sich nicht mehr fortzupflanzen.
Ein anderes beliebtes Rollenspiel für Männer auf CSDs besteht darin, so zu tun, als seien sie Frauen, auch „Drag“ genannt. Mit der Frage, wer wen lieben darf, haben die Praktiken allesamt nichts zu tun, sondern es geht hierbei um einen – oft sexuellen – Lustgewinn (vielmals an der eigenen Unterwerfung), der auf den CSDs offensiv zur Schau gestellt wird.
Zur Schau gestellte Lust an Unterwerfung
Wie rücksichtslos diese Rituale teils praktiziert werden, zeigt ein Fall aus dem hessischen Schlüchtern. Der dortige CSD endete in einer Strip-Show einer sogenannten Drag-Queen (in diesem Fall jedoch eine Frau). Nur in Bikini und Lederstiefeln führte die Person sexuell explizite Tanzeinlagen vor – mit in der ersten Reihe: ein Kind.

Auf dem Berliner CSD laufen Teilnehmer – trotz der Anwesenheit von Kindern – gänzlich nackt mit.
Linksextremisten mit Nähe zu Islamisten als „Schutz“
In „diesen Zeiten“ (Wegner), in denen CSDs und damit die Ausstellung dieser Rituale „immer mehr unter Druck geraten“ (Tagesschau), formen sich allerorts linksextreme Bündnisse, um die CSDs „zu verteidigen“. Ein solches Bündnis ist „CSD verteidigen“.
Wie die linke Wochenzeitung Jungle World berichtete, stammt die Gruppe aus dem Umfeld der europaweit agierenden linksextremen Gruppe „Young Struggle“, Jugendorganisation der marxistisch-leninistischen und stalinistischen türkischen Partei „Marksists Leninist Komünist Parti“ (MLKP). Auf CSDs ist sie mit dem Banner „CSD verteidigen“ unterwegs.

Beim CSD in Falkensee ist das Bündnis „CSD verteidigen“ vor Ort.

Nur fünf Tage nach dem Terror der Hamas vom 7. Oktober 2023 demonstrieren Mitglieder von „Young Struggle“ in Duisburg für Palästina.
Auch an Veranstaltungen von Islamisten wie „Generation Islam“ nahm „Young Struggle“ schon teil. Den Terror der Hamas am 7. Oktober 2023 feierte man als Befreiungsschlag. Ausgerechnet diese Gruppe scheint nun hinter einem der größten linksextremen Bündnisse zu stehen, das die CSDs in Deutschland „verteidigt“.
Mehr bei NIUS: Drag-Queen-Show für Kinder beim CSD in Schlüchtern
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